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Der Held von Avalon (Avalon, Band 1)

Bewertung: 5 / 5

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Serie: Avalon (Band 1)
Titel: Der Held von Avalon
Originaltitel: The Legacy of Heorot (1987)
Autoren: Larry Niven, Jerry Pournelle & Steven Barnes
Übersetzt: Heiko Langhans
Titelbild: A. Gutierrez
Buch/Verlagsdaten: Bastei Lübbe Verlag 23089 (4/1989), 413 Seiten, ISBN: 3-404-23089-2

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Dies ist die (nicht gerade neue) Geschichte der Besiedelung eines neuen Planeten. Ein paar hundert Siedler, fern der Erde, nennen ihren Planeten Avalon, was jetzt nicht viel Neues bringt. Der Begriff ist so etwas von verbraucht! Trotzdem, mit viel harter Arbeit ringen die Menschen der vorherrschenden Wildnis ein Stück Land ab, das sie von nun an als Heimat bezeichnen können. Es ist eine viele Kilometer vom Festland entfernte Insel, Camelot genannt, auf der man den ersten Kontakt mit der hochkomplexen Ökologie des neuen Planeten ausprobieren kann. Mit der Zeit kehrt auch eine Art gemütliche Zufriedenheit ein. Bei der Besiedelung und dem Eingriff in das Ökosystem passieren natürlich Fehler, die ausdiskutiert werden müssen. Zu Anfang waren es mal gleich viele Männer und Frauen, doch mit der Zeit werden es weniger, da verschiedene Unglücke die Zahl reduzieren. Bis Cadmann Weyland seine Warnungen an die Leute bringt. Die hören ihm jedoch nicht zu. Kein Wunder, denn Cadmann kann noch nicht einmal sagen, woraus die Gefahr bestehen soll. Und als dann sein Freund stirbt, der Einzige, der an ihn glaubte, wird von den Siedlern behauptet, er habe ihn getötet. Cadmann geht jetzt sogar so weit, von einem blutgierigen Ungeheuer zu sprechen, das in der Lage sei, die komplette Kolonie zu töten.

Das überraschend gut geschriebene Buch stammt von drei Autoren, von denen Steven Barnes der unbekanntere und Larry Niven der langweiligere ist. Bleibt nur noch Jerry Pournelle, der meiner Meinung nach auch den größeren Anteil am Buch hat. Die Handlung ist gut durchdacht, die Personen sind gut beschrieben, beides zusammen spannend zusammengefügt. Sehr schön ist, dass die Handlung von beiden Seiten beschrieben wird. Auf der einen Seite die eindringenden Menschen, die sich wie ein Geschwür an der Ökologie eines fremden Planeten vergreifen, und auf der anderen Seite das monströse, menschenfressende Raubtier namens Grendel. Beide Seiten, Monster wie Mensch, sind aus der Sicht des Lesers logisch nachvollziehbar. Daher kann man weder dem einen noch dem anderen Motivationsträger eine zu positive oder zu negative Zuneigung entgegenbringen. Auch finden sich einige wissenschaftliche Gesichtspunkte, die das Buch aufwerten. Bleibt der eigentliche handelnde und eher tragische Held. Cadmann Weyland verliert mit seiner Warnung gegenüber der Siedler schnell an Glaubwürdigkeit und kann seinen Status als vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft erst wieder zurückerhalten, als der kleinen Gemeinschaft durch Grendel Schaden zugefügt wurde. Die Grundaussage des Buches ist jedoch immer die Hoffnung. Die Hoffnung Grendels, des Monsters. Die Hoffnung von Cadmann Weyland, wieder in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Die Hoffnung der Menschheit, auf einem fremden Planeten überleben zu können.

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