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Startseite - Film - Science-Fiction - Demolition Man
Demolition Man
Film - Science Fiction (F)

Titel: Demolition Man
Originaltitel: Demolition Man
Alternativtitel: Demolition Man - Ein eiskalter Bulle
Regie: Marco Brambilla
Dehbuch: Daniel Waters, Robert Reneau, Peter M. Lenkov
Darsteller: Sylvester Stallone, Wesley Snipes, Sandra Bullock, Nigel Hawthorne, Bob Gunton, Denis Leary
Musik: Elliot Goldenthal
FSK: 16
Laufzeit: 110 min
USA, 1993

Eine Besprechung / Rezension von Andreas C. Lazar
(weitere Rezensionen von Andreas C. Lazar auf fictionfantasy findet man hier oder auf seiner Webseite moviebazzar.de)

Ein aufgetauter Superbösewicht läuft frei in einer gewaltfreien Zukunft umher. Sylvester Stallone zur Hilfe!

Ähnlich wie sein größter Box-Office-Feind Arnold Schwarzenegger besitzt auch Sylvester Stallone ein nicht unerhebliches (unfreiwilliges) komödiantisches Talent: Seine ballonartigen Muskeln sorgen zusammen mit seinem schiefen Mund und seinen schauspielerischen Grimassen für ständige Erheiterung - wobei Sly immer noch besser spielt als Ahnuld, auch wenn dieser in Demolition Man angeblich Präsident war.

Marco Brambillas Film steckt voller kleiner und kleinster Anspielungen: Neben glaubhaften technischen Fortentwicklungen wie Elektroautos, Schaumairbags, sprechenden Supercomputern und implantierten Chips gibt es Seitenhiebe auf die "Keine-Schimpfworte"-Kultur der Amerikaner und ihre Neigung, alles "Unmoralische" zu verfolgen - dass Sex, Salz und Fleisch in Dr. Cocteaus Bananen-Brokkoli-Zukunft verboten sind, würde zu manchem Lacher hinreißen, wenn es nicht so realistisch wäre. Auch in anderen Bereichen beweisen Brambilla und sein Drehbuchautor ein erstaunliches Gespür für Prognosen: Schon heute singen viele Leute ständig Songs aus der Werbung, und einst herzliche Umarmungen werden zu körperlosen Kopfnickern. Zusammengenommen entsteht so das prima durchüberlegte, plausible und leicht satirisch überzeichnete Bild einer Taco-Bell-Pizza-Hut-Zukunft, in der die Gutmenschen und Puritaner die Führung übernommen haben.

Was ein Glück, dass da ein etwas schwuchtelig herumtanzender Wesley Snipes als Terrorist und eine sehr selbstironische Näherin Sylvester Stallone auftauchen und die Mega-Metropole San Angeles gehörig durcheinanderwirbeln. Mit der Hilfe einer extrem sympathischen Sandra Bullock in einer ihrer besten Rollen kämpft sich Stallone zu knalliger Mucke mit fetzigen Dialogen auf explosive Mainstream-Action-Weise durch ober- und unterirdische Widrigkeiten, vorbei an für schallende Lacher guten Rattenburgern, Muscheltoiletten und Cybersexhelmen bis zum versöhnlichen Ende, das eine etwas weniger saubere, aber bessere Zukunft verspricht. Wenn die Aussichten für unsere jetzige Zukunft nur auch so gut wären.

Kommentare (2)Add Comment
Rupert Schwarz
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geschrieben von Rusch, September 30, 2008
Irgendwie mag ich diesen Film: Diese naive Zukunft, die von diesen beiden Terroristen (Stallone ist nur wenig besser als sein Counterpart) aufgemischt wird bietet ein gutes Setting für einen unterhaltsamen Film.
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geschrieben von raps, September 30, 2008
Mal abgesehen von einigen ekligen Gewalt-Exzessen hat mir der Film auch sehr gefallen - ganz im Gegensatz zu einigem unglaublichen Müll, den 'Präsident' Arnie nach dem ziemlich guten Last Action Hero meinte der Welt noch zumuten zu müssen.

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