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Startseite - Film - Science-Fiction - Death Race 2000 / Frankensteins Todesrennen
Death Race 2000 / Frankensteins Todesrennen
Film - Science Fiction (F)

Titel: Death Race 2000 aka Frankensteins Todesrennen
Originaltitel: Alien Agent
Regie: Paul Bartel
Drehbuch: Robert Thom, Charles Griffith nach einer Kurzgeschichte von Ib Melchior
Darsteller: David Carradine, Simone Griffeth, Sylvester Stallone, Mary Woronov, Roberta Collins, Martin Kove, Louisa Moritz, Don Steele, Joyce Jameson, Carle Bensen u.a.
Musik: Paul Chihara
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 77 min
USA, 1975

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Auf Deutsch auch als Frankensteins Todesrennen in die Videotheken gelangt: Autojagden, Gladiatorenkämpfe und andere Fleischmampfer besitzen lange filmische Tradition. Sei es in Running Man, in Battle Royale oder eben als Autorennen in Death Race 2000. Oft geht es dabei darum, die Bevölkerung einer finanziell und ethisch bankrotten Nation mit möglichst brutalen Mitteln zu unterhalten, um sie von den wirklichen Problemen abzulenken. Death Race 2000 geht genau diesen Weg und will desolate Endzeitstimmung mit brachialer Action und perfider Politsatire kreuzen. Das Resultat ist ein überlanger, brutaler, selbstironischer und teilweise unfreiwillig komischer Trash-Streifen.

Die tollkühnen Typen in ihren knatternden Kisten: irgendwo, irgendwann in der Zukunft, im Jahre 2000. Die ökonomische Lage in den Vereinten Provinzen von Amerika ist so ruinös wie heuer, doch der Diktator hat zur Kompensation einen neuen Sport ins Leben gerufen. Einmal jährlich gibt es ein dreitägiges Rennen von New York nach New Angeles. Punkte gibt es natürlich für schnelles Fahren, aber die meisten Punkte kann man machen, wenn man Fußgänger überfährt. Dabei wird auch noch unterschieden, wen man überfährt. Frauen bringen 10 Punkte mehr, Teenager 40 Punkte, Kinder 70 und Rentner über 75, sogar wohlwollende 100 Punkte ...

Das tödliche und sensationslüsterne Rennen ist natürlich extrem beliebt und die Fans werfen den Fahrern bisweilen Futter in Menschengestalt auf die Fahrbahn. Gleichwohl gibt es auch eine opponierende Fraktion, die gegen das brutale Rennen ist, und sie schalten einen Fahrer nach dem anderen aus. Favoriten sind ein Fahrer namens Frankenstein, der seinen Namen daher hat,  dass er schon unendliche Male zusammengeflickt wurde, und ein Fahrer namens Machine Gun Joe Viterbo, die sich untereinander einen gnadenlosen wie skurrilen Fight liefern. Was oftmals liederlich als blanker, defätistischer Trash abgetan wird, entpuppt sich in Wirklichkeit als bizarre Politsatire, die mittlerweile Kultstatus besitzt, zudem oftmals als bestes B-Movie aller Zeiten gelobt wird. So wichtig, dass Jason Stratham 2008 noch einmal in modifizierter Form zum Death Race im Knast seinen eigenen konstruierten, hochgerüsteten Boliden bestieg. Bis 2002 war der Film aufgrund seiner expliziten Gewaltdarstellungen indiziert. 2005 stufte die FSK den Film ungeschnitten für die DVD-Veröffentlichung von 18 auf 16 herunter. Übrigens: Bei "Death Race 2050" handelt es sich um den drei Jahre nach "Death Race 2000" entstandenen "Deathsport", bei dem ebenfalls David Carradine in der Hauptrolle zu sehen ist. Zwar wird das mörderische Movie gerne im Paket mit "Death Race 2000" angeboten, hat aber inhaltlich nichts mit ihm zu tun.

 

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