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Startseite - Film - Fantasy - Das Zauberflugzeug
Das Zauberflugzeug
Film - Fantasy (F)

Titel: Das Zauberflugzeug
Originaltitel: L'avion
Regie: Cédric Kahn
Drehbuch: Cédric Kahn und Ismaíl Ferroukhi
Darsteller: Roméo Botzaris, Isabelle Carré, Vincent Lindon, Nicolas BrianÇon, Alicia Djemaïr, Marc Sedze, Mado Sedze, Rodolphe Pauly, Marlène Casaux-Glaire, Jean-Marc Stehlé, Yves Penay, Georges Haerter, Mehdi Benounis, Mathéo Puente, Paul Bernard u. a.
Laufzeit: 80 Min
FSK: keine Einschränkung
Frankreich / Deutschland 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Charly ist ein Einzelgänger und ein echter Träumer. Während in der Nachbarschaft die Kinder mit ihren Eltern Heilig Abend feiern, wartet er mit seiner Mutter auf den Vater, der als Pilot und Flugzeugingenieur arbeitet. Der Vater kommt aber erst spät nachts nach Hause und schenkt dem enttäuschten Sohn, statt des gewünschten Fahrrads, ein selbstkonstruiertes Flugzeug aus einem ganz besonderen Material. Wenige Wochen später verunglückt der Vater tödlich. Charly reagiert scheinbar ungerührt und verdrängt die traurige Realität. Erst als das vom Vater geschenkte Flugzeug magische Kräfte entwickelt, von selbst fliegt und immer wieder zu ihm zurückkehrt, glaubt er an ein Zeichen seines Vaters... Das Zauberflugzeug stammt auf dem Hause Galileo Medien AG.

Die imposante Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft über Mut, Fantasie und die Aufforderung zum Träumen: Obwohl er sich sehnsüchtig ein Fahrrad wünscht, bekommt der achtjährige Charly (Roméo Botzaris) von seinem Papa (Vincent Lindon), einem Flugzeugingenieur, zu Weihnachten ein Flugzeugmodell geschenkt. Da sein Vater bei einem Unfall plötzlich ums Leben kommt, kann Charly sich nicht mehr bei ihm dafür bedanken. Fortan ist sein größter Wunsch, noch einmal mit seinem Vater zu sprechen, was er sogar vor seiner Mutter (Isabelle Carré) verheimlicht. Auf einmal stellt Charly verwundert fest, dass sein Flugzeug auf wundersame Weise ein Eigenleben zu entwickeln scheint, und für den kleinen Helden beginnt das aufregendste Abenteuer seines Lebens ...
Regisseur Cédric Kahn erzählt diese Geschichte in ruhigen, herrlichen Bildern, unterlegt von einem einfühlsamen Score, der vom bekannten Komponisten Gabriel Yared stammt; der kassierte schon für seine Filmmusik zu "Der englische Patient einen heiß begehrten Oscar. Besonders die eindrucksvollen Landschaftspanoramen der Pyrenäen bleiben lange haften, ähnlich wie das Schauspielensemble, das souverän den sympathischen Film trägt. Aber auch didaktisch brillant: Durch die auf sensationslüsterne Effekte weitgehend verzichtende Verwendung filmischer Mittel ermöglicht dieser schöne Film schon sehr jungen Kindern, die realen und psychischen Bezüge von Loslassen und Trauerarbeit. Indem "L'Avion - Das Zauberflugzeug" Kindern diese probaten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ihrer Phantasien schenkt, kann ihnen in derartig realen Fällen ein wenig geholfen werden. Für die Hauptrolle des achtjährigen Charly wurde in Toulouse und Paris nach einem entsprechenden Protagonisten gefahndet. Mehr als 700 Kandidaten wurden deshalb gefragt und geladen, und in den verschiedensten Situationen gefilmt. In Paris wurde man endlich fündig: Dort entdeckte man den siebenjährigen Roméo Botzaris auf dem Nachhauseweg von der Grundschule. Sein schauspielerisches Talent faszinierte die Filmemacher. Vor allem Cédric Kahn, der sowohl das Drehbuch für den Film schrieb, als auch die Regie übernahm. Der Franzose wählte wunderschöne Landschaften für die Außenaufnahmen. So wurde an der Atlantikküste, in den größten Sanddünen Europas und in den Bergen der Pyrenäen gedreht. Die Innenaufnahmen fanden in den Kölner MCC Studios statt. So entstand ein 100-minütiger Film mit beeindruckenden, klaren Bildern, der von Adieu und Ablassen handelt.

 

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