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Das verheissene Land (Nordland-Saga Band 3)

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Serie / Zyklus: Die Nordland-Saga 3. Band
Titel: Das verheißene Land
Originaltitel: Han som soker. Horngudens Tale. Bok 3
Autor: Andreas Bull-Hansen
Übersetzer: Günther Frauenlob & Maike Dörries
Verlag / Buchdaten: Blanvalet

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Aus dem Krieg zurückgekehrt ist Bran zu tiefst verletzt. Nicht nur äusserlich, sondern auch innerlich. Zurück aus einem ihm aufgedrängten Krieg, hat er mit seinem kleinen Volk keine Zukunft am Strand dieses Landes. Er kann zwar Tir heiraten, die Frau, die der indirekte Grund des Krieges war, doch sieht er im ersten Moment keine Zukunft mehr. So zieht er mit seinem kleinen Volk weiter, immer auf der Suche nach seinem verheissenem Land. Er folgt seinen Träumen, die ihm sagen, das im Westen ein neues Land liegt, wo sein Volk einen Neuanfang wagen kann. Doch um sein Volk auf den Weg zu bringen, muss er es erst einmal einen. Die eine Hälfte hat hier Lebenspartner gefunden und will bleiben, die andere Hälfte will weiterziehen.

Tir ist inzwischen hochschwanger. Die beschwerliche Reise ist nicht gerade förderlich für ihr Wohlbefinden. Dazu kommt eine lange Reise durch die Berge und ein Wettstreit um die Nachfolge des Königs.

Die Nordlandsaga ist eine gut gemachte Erzählung. Andreas Bull-Hansen gewährt uns einen kleinen Einblick in eine faszinierende neue Welt. Eine Mischung aus Fantasy und nordischer Mythologie. Der norwegische Autor lehnt sich stark an die nordische Mythologie und dessen Sagenwelt an. Jedes Buch, das er schreibt, scheint ihm neue Ideen einzugeben, doch fehlen ein wenig die geschichtlichen Tiefen. Manchmal ist die geschilderte Person zu sehr im Vordergrund, dann wirkt der Hintergrund ein wenig flach beschrieben. Andererseits wirken in der Beschreibung der Welt die Handlungsträger seltsam aufgesetzt und wenig dazugehörend. Diese Eindrücke sind jedoch subjektiv. Ein anderer Leser mag das durchaus anders sehen.
In meinen Augen findet sich eine grosse Verbundenheit zur nordischen Sagenwelt. Und der Eindruck, Andreas würde sich hier heimischer fühlen, als in der Wirklichkeit, scheint durchaus zutreffend zu sein.

Auf der einen Seite sehr einfühlsam, dann wieder mit einer grossen Ausdauer, wird uns eine neue Welt zu Füssen gelegt. Wir sollten sie nicht mit selbigen treten. Im Gegenteil, die Romane verdienen unsere Aufmerksamkeit. Die Nordland-Saga ist ein Epos, nun gut, vielleicht ist das ein zu grosser Begriff dafür, aber es ist eine Sage von einer Welt voller Götter und fremder Völker, eine Sage um Länder, Wesen, Abenteuer und um Reichtum und Macht. Wir begleiten verschiedene Handlungsträger durch eine Welt der Eisenzeit, in der Magie und Götter einen grossen Einfluss haben.

Wichtig erscheint mir jedoch der Hinweis, und das kann man in der Vielzahl der Erzählungen, die auf den Markt kommen, nicht genug betonen, wir haben es hier mit glaubwürdigen Personen zu tun. Ob es nun Waldgeister sind, die sich an Pilzen überfressen können oder von Verantwortung gebeugte Führungspersönlichkeiten. Sie alle wollen leben und keinen Kampf um abstrakte Begriffe wie Gerechtigkeit und Ehre oder im Namen von Göttern zu führen.

Wie in einer Sage typisch, wechselt Andreas Bull-Hansen von Roman zu Roman die handelnden Personen. Aus diesem Grund kann man die Romane durchaus losgelöst voneinander lesen, ohne den grossen Handlungsrahmen zu vermissen.
Wenn man die vorliegenden Romane gelesen hat, bleibt zwar nicht die ganze Handlung haften. Aber es sind die kleinen Bonbons, die hier die Würze geben. Die Waldgeister, der einsame König und anderes mehr. Es ist eine Welt, die vor dem inneren Auge der Leser und Leserinnen entsteht, die man gerne wieder aufsucht. Auch wenn man jetzt noch etwas auf die nächsten Fortsetzungen warten muss.

Eine Übersicht des gesamten Zyklus gibt es auf der Autorenseite.
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

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