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Startseite - Buch - Science Fiction - Das mechanische Herz
Das mechanische Herz
Buch - Science Fiction (B)

Titel: Das mechanische Herz
Originaltitel: Clockwork Heart (2008)
Autor: Dru Pagliassotti
Übersetzer: Axel Franken
Vom Verlag empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Buch/Verlagsdaten: Feder & Schwert, Januar 2010, 512 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-86762-067-3

Eine Rezension von Jessica Kaufmann
(weitere Rezensionen von Jessica Kaufmann auf fictionfantasy finden sie hier oder auf ihrem Blog "Books A Week ")

Inhalt:
Taya schwebt auf metallenen Schwingen über Ondinium. Sie ist eine Ikarierin – eine Kurierin, die sich frei in allen Sektoren der Stadt bewegen und ungehindert mit all ihren Kasten Umgang haben darf. Doch selbst sie kann dem Netz aus Terrorismus, Mord und Intrigen nicht entrinnen, in das sie sich nach einer kühnen Luftrettungsaktion verstrickt. Taya bekommt es mit den Brüdern Forlore zu tun, Sprößlingen einer Oberschichtfamilie: dem gutaussehenden, brillanten Alister, der im Regierungsrat sitzt und Programme für die große Maschine schreibt und dem linkischen, aber scharfzüngigen Cristof, der seiner Kaste den Rücken gekehrt hat und im ärmsten Viertel Ondiniums Chronometer repariert. Beide hüten gefährliche Geheimnisse in dieser Stadt mit dem mechanischen Herzen ...

Meine Meinung:
Zuerst möchte ich sagen, dass ich als ich das erste mal nach diesem Buch suchte, auf den Begriff Romantik Steampunk gestoßen bin. Dieses Buch enthält ein paar kleine romantische Anteile, jedoch werden die Protagonisten in diesem Buch viel zu sehr von den drum herum passierenden Ereignissen in Beschlag genommen, als das sich dort eine tiefgreifende Liebesgeschichte entwickeln könnte.

Das Buch hat mir gut gefallen, ich wurde gut unterhalten und durfte wieder einmal in die Welt des Steampunk eintauchen. Wieder durfte ich erleben wie Mensch und Maschine eins werden und wie Machenschaften und korrupte Intrigen, Kämpfe und Auseinandersetzungen herauf beschwören. Zudem hat mir die Welt die dort erschaffen wurde, mit ihren unterschiedlichen Kasten und Bräuchen sehr gut gefallen. Am Interessantesten fand ich jedoch die Ikarier. Sie verleihen dem Buch das gewisse Etwas. Vieles spielt sich durch sie in luftigen Höhen ab und das hatte ich bisher bei noch keinem Roman dieses Genres. Es ist, für mich, etwas Neues und Unbekanntes und hat mir persönlich einen Weg geöffnet um noch tiefer in das Buch und seine Geschichte eintauchen zu können.

Die in diesem Buch vorkommenden Protagonisten sind mir aufgefallen, aber leider nicht wirklich in Erinnerung geblieben. Irgendwie wollten sich mich nicht so packen, wie ich es mir gewünscht hätte. Einerseits erleben wir viel mit ihnen und lernen sie auch gut kennen, aber große Sympathien konnte ich leider nicht zu ihnen aufbauen. Leider haben mir hier und da ein paar Ecken und Kanten gefehlt und mir waren die Charaktere zu glatt und durchdacht. Das Zusammenspiel der einzelnen Personen jedoch hat mir sehr gut gefallen. Sie ergeben ein Ganzes und halten durch tolle und geistreiche Dialoge, die Geschichte am Laufen und geben hier und da einen kleinen Kick.

Langweilen wird man sich mit diesem Buch auf keinen Fall. Hier passieren so viele interessante Dinge und immer wieder neue Wendungen und Intrigen, dass man einfach gezwungen ist dieses Buch in einem Rutsch durch zu lesen und es zu genießen. Dies ist auch dem wirklich fesselnden Sprachstil zu verdanken. Ich hatte nie das Gefühl von Wörtern erdrückt oder gelangweilt zu werden. Jeder Satz und jedes Wort passen genau und finden einen Stil der sehr angenehm zu lesen ist.

Fazit:
Wer es liebt in tolle fantastische Welten ein zu tauchen, die so magisch und zugleich real sind und mit Geist und Finesse glänzen, der sollte sich diesem Werk des Steampunk widmen und wird nicht enttäuscht.

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