Titel: Das letzte Testament
Originaltitel: Testament
Regie: Lynne Littman
Drehbuch: John Sacret Young nach der Erzählung "The Last Testament" von Carol Amen
Darsteller: Jane Alexander, William Devane, Rossie Harris, Roxana Zal, Lukas Haas, Philip Anglim, Lilia Skala, Leon Ames, u.a.
Musik: James Horner
FSK: 12
Laufzeit: 90 min
Tom Wetherly macht sich auf zu einer Geschäftsreise. Als er seine Familie vom Flughafen aus nochmals anrufen will, meldet das Fernsehen einen Nuklearangriff auf die USA. In der in der Nähe von San Francisco liegenden fiktiven Ortschaft Hamlin, in der die Wetherlys leben, bricht Panik aus. Niemand weiß genau, was passiert ist und wie nun weiter zu verfahren ist. Eine Obrigkeit in Form von Regierung oder Polizei ist nicht mehr vorhanden - jeder ist auf sich selbst angewiesen. Anfangs versucht sich die Gemeinde von Hamlin noch zu organisieren, jedoch verlassen immer mehr Einwohner aufgrund der ständig steigenden Radioaktivität den Ort und fahren in die Ungewissheit. Carol Wetherly verliert aufgrund der Strahlung ihre Kinder Scottie und Mary Liz - herzergreifende Szenen spielen sich hier ab. Carols verbleibender Sohn Brad verdrängt seine Trauer, indem er der ganzen Nachbarschaft hilft - jedoch wird auch er durch die ständige Konfrontation mit Tod und Leid innerlich zermürbt. Ein gemeinsamer Selbstmordversuch zusammen mit seiner Mutter scheitert an ihrem fehlenden Mut, dies auch vollends durchzuführen - und so bleiben sie in Hamlin bis zum bitteren Ende.
Innerhalb der Themenreihe "Dritter Weltkrieg" habe ich nun schon viele Filme gesehen, die sich mit diesem Thema beschäftigen - jedoch nur sehr wenige, die mich so ergriffen haben wie die Erlebnisse der Familie Wetherly, die mir Tränen in die Augen trieben. Allein die Beerdigung des Sohns Scottie ist eine Szene, die nur noch schockiert. Im Vordergrund stehen in diesem Film nicht irgendwelche Kriegsereignisse, sondern allein das Leben nach einem Atomschlag - das lange Dahinsiechen, die immer dramatischer werdende Versorgungslage, das Sterben von Freunden und Liebsten. Bei diesem Film erinnert man sich an den Ausspruch, dads bei einem Atomkrieg die Lebenden die Toten beneiden werden. "Testament" ist devinitiv empfehlenswert!
Meine Bewetung: 10 von 10 Punkten
Der Film gewann einen Oscar und einen Golden Globe für die beste Hauptdarstellerin
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