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Das Foundation-Projekt (Roboter und Foundation, Band 10)

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Serie/Zyklus: Roboter und Foundation, Band 10
Titel: Das Foundation-Projekt
Originaltitel: Forward to Foundation
Autor: Isaac Asimov
Übersetzer: Irene Holicki
Verlag/Buchdaten: Wilhelm Heyne, 1993

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Seit Jahrtausenden besteht das galaktische Imperium mit Millionen besiedelter Planeten der Menschen. Der Ursprungsplanet der Menschheit ist längst zu einer Sagengestalt verkommen, wird doch dieses Imperium vom Planeten Trantor aus regiert. Trantor ist der Hauptsitz des Imperiums und liegt nahe dem galaktischen Zentrums. Infolge fortschreitender Verstädterung wurde der ganze Planet schliesslich unter eine Glaskuppel gelegt. Unter der Führung des Kaisers Cleon I. erleidet das Reich gewisse kleinere und grössere Erschütterungen, die zeigen, dass der Untergang des Reiches droht. Es ist jedoch noch nicht so, dass das Reich deutliche Risse zeigt. Dazu sind die mächtigen und intriganten Leute im Hintergrund noch nicht mächtig genug. Dem Kaiser zur Seite steht der Kanzler Eto Demerzel, eigentlich der Roboter R. Daneel Olivaw oder Chetter Hummins in Verkleidung.
Er unterstützt den Akademiker Hari Seldon, der seit Jahren hartnäckig an seiner Psychohistorik arbeitet. Hari Seldon nimmt den Kampf gegen den Untergang auf, noch lange bevor dieser Untergang selbst als solcher zu erkennen ist. Hari prophezeit den Untergang des Imperiums, sagt aber gleichzeitig voraus, ein neues Imperium wird sich aus dessen Trümmern erheben. Mit seiner wissenschaftlichen Entwicklung der Psychohistorie kann man das Trümmerzeitalter auf etwa tausend Jahre eingrenzen. Der Kaiser ist von dieser Rede so sehr beeindruckt, dass er Hari auf den Planeten Terminus verbannt. Terminus wird die Keimzelle seiner Foundation. Unter dem vorwand alles Wissen der Galaxis zu sammeln kann Hari Seldon nicht nur Wissen, sondern auch Wissenschaftler um sich sammeln.
Hari Seldon zur Seite stehen ein paar Freunde, deren Leben und Wirken immer wieder, wie auch sein eigenes Leben, unerwartete Wendungen erfahren.
Eine dieser Wendungen ist die Gründung der Foundation-Stiftung. Sie ist dazu bestimmt, seinem Plan folgend, den Kern des neuen Imperiums zu bilden. Eine weitere Wendung ist die Ernennung zum Kanzler unter Kaiser Cleon I. Trotz seiner Arbeit für die Menschheit und der dafür eingesetzten Zeit hat er gerade für seine Mitmenschen wenig Zeit. Seine Arbeit ist ihm immer wichtiger als die Freundschaft, meint es aber weder böswillig noch absichtlich. Sein Blick gilt der Zukunft. Und in seinem Epilog blickt Har Seldon, an den Rollstuhl gefesselt auf sein Lebenswerk zurück. Mit über achtzig Jahren, steht er kurz davor von der Bühne des Lebens abzutreten. Neben seinen Rückschlägen bleibt ihm aber immer noch der Ausblick. Das unzuverlässige Trantor, der glimmende Punkt Terminus in der Dunkelheit und der Hoffnungsschimmer Star’s End, mit seinen Telepathen. Als Seldon stirbt, hinterlässt er seinen Freunden und Nachfolgern einen gut ausgearbeiteten Plan, der die weitere Entwicklung fast fehlerfrei vorhersagte.

Isaac Asimov ist mit seinem Psychohistoriker Hari Seldon, eine der interessantesten und bekanntesten Figuren im Science Fiction Genre gelungen. In seiner Fortsetzung von Die Rettung des Imperiums schildert er eine Art erfundenen geschichtlichen Abriss einer zukünftigen Zivilisation, die ihren Höhepunkt bereits überschritten hat. Dabei wird die Geschichte einer Menschheit erzählt, die in einer fernen Zukunft liegt, aber die seit der heutigen Zeit nichts dazu gelernt hat. Wer den Meister der wisssenschaftlichen Erdichtung kennt, weiss, dass er die Leser immer ein wenig an der Nase herumführt. Isaac Asimov kommt plötzlich mit Wendungen und Überraschungen, die man zwar im Ansatz kannte, aber nicht zuende dachte, daher. Kaum ist man der Überzeugung, die Geschichte verstanden zu haben und alles zu überblicken, fällt den Lesern auf, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Genauso auffällig ist seine heute antiquiert wirkende Zukunft.
Unter Berücksichtigung des Entstehungsdatums, wende ich den Blick auf seine Figuren. Es sind in der Regel vielschichtige Persönlichkeiten, die im Laufe der Erzählung scheinbar ein Eigenleben entwickeln. Genau betrachtet ist dies aber von Isaac gewollt und gesteuert.
Was bleibt ist ein Buch für intelligente und intellektuelle Leser der Phantastik.

Das Foundation-Projekt - Rezension von Rupert Schwarz

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