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Titel: Das Alien aus der Tiefe Originaltitel: Alien degli abissi Alternativtitel: Alien from the Deep Regie: Antonio Margheriti Drehbuch: Tito Carpi Darsteller: Daniel Bosch, Marina Giulia Cavalli, Robert Marius, Luciano Pigozzi, Charles Napier u.a. FSK: 16 Laufzeit: 90 min Italien, 1989
Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer (weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)
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Nicht lange nach Camerons Alien-Film machte sich Antonio Margheriti an das Thema. Dabei blieb er seinen eigenen Wurzeln treu, verantwortete er doch eine ganze Reihe ziemlich trashiger Horror-, SF- und Fantasyfilme. Auf einer unbekannten Insel schmuggeln sich die Umweltaktivisten Jane und Lee ein, um den Machenschaften der Firma E-Chem auf die Spur zu kommen. Auf diesem gottvergessenen Eiland betreibt diese Firma nämlich einen Industriekomplex, um radioaktive Abfälle zu dekontaminieren. Da das freilich teurer ist, als ihn anderweitig loszuwerden, gibt es praktischerweise auf der Insel einen aktiven Vulkan. Die beiden Spione stellen fest, das E-Chem die Abfälle keinesfalls reinigt, sondern einfach in den Vulkan wirft. Während ihrer Recherchen werden sie entdeckt, und nun folgt eine lange Verfolgungsjagd durch den Dschungel, wo Jane schließlich auf den jungen Wissenschaftler Bob trifft, der sie in ihrer Mission unterstützt. Nach gefühlten drei Stunden Hin-und-her-Lauferei im Dschungel - in der Realität sind es "nur" die ersten drei Viertel des Filmes - kommt endlich etwas Leben in den Streifen. Nach kleineren Problematiken mit dem Vulkan taucht plötzlich ein schwarzes Etwas auf und mordet sich brüllend und fauchend durch die Mannschaften von E-Cem. Dabei wird weder das Warum geklärt noch das Woher, Hauptsache schwarz und böse. Beim Design des Viehs hat man wohl zu lange Gigers Alien betrachtet, versuchte man doch eine Art von Biotechnologie mit Schläuchen und allerlei Gerätschaften auf dem Alien zu etablieren. Ansonsten tut das fremdartige Wesen nicht viel mehr, als an einem verkleideten Kamerakran hin und her zu schwenken und mit einem beweglichen Vogelschnabel zu klappern. Dabei ist Antonio Margheriti auch bei der Gefahr, die von dem Alien ausgeht, nicht sonderlich konsequent. Erst sterben Menschen schon bei der einfachen Berührung des Wesens, es bricht durch massive Betonwände, dann kann es eine Fensterscheibe nicht zerbrechen und stirbt schlussendlich an einem Flammenwerfer - wo es doch angeblich aus dem Vulkan kommt. Jane stammelt vor dem lang ersehnten "Fine" noch ein "das ist eine Warnung" in Richtung der Zuschauer. Leider weiß weder Staff noch der Zuseher, was die gute Dame uns damit sagen will.
Alien degli abissi ist ein typischer Trash aus den achzigern Jahren, der für sein Genre fast zu spät kommt. Insofern sind die hölzernen Schauspielleistungen und die Special Effects aus der Augsburger Puppenkiste nur zu bemitleiden.
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