Dämliche Dämonen

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Titel: Dämliche Dämonen
Originaltitel: Demonkeeper (2007)
Autor: Royce Buckingham
Übersetzung: Joannis Stefanidis
Titelbild: Michael van den Bosch
Buch/Verlagsdaten: Penhaligon Verlag (08/2008); 256 Seiten; 14,95 €; ISBN: 978-3-7645-3006-8 (gebunden, mit Daumenkino)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Nate lebt seit einem Monat allein in dem alten Fachwerkhaus. Seine Mitbewohner sind der freundliche, mit vielen zotteligen Haaren versehene englische Schäferhund Belvedere und ein paar Dämonen und verzauberte Gegenstände. Ja, ihr lest richtig: Dämonen. Einer ist Pernikus, die dämonische Inkarnation unliebsamer Überraschungen. Ein weiterer ist der bullige Wicht Nikolai und der dritte ist der Winddämon Flappy, der wie ein kleiner Drache aussieht. Das sind die wichtigsten Bewohner dieses Hauses. Bis auf das Tier, das im Keller haust und ebenfalls gefüttert werden muss. Seine Lieblingsnahrung sind einsame Kinder, doch bekommt er nur das zu fressen, was die anderen Dämonen auch erhalten. Daher sinnt das Tier ständig nach einer Möglichkeit zu fliehen, was ihm im Lauf der Erzählung auch gelingen wird. Jedoch nicht für lange. Dafür plagen Nate andere Probleme. Nicht etwa, warum er allein wohnt oder wo er ständig das Essen für die Dämonen her nehmen soll. Er lernt ein paar Jugendliche seines Alters kennen. Allen voran Sandy, die unscheinbare Bibliothekshelferin. Sandy hat das Problem des "Grauen Mäuschens", weil sich niemand für sie interessiert. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und fragt Nathan, ob er nicht mit ihr etwas unternehmen will. Doch vorerst läuft alles darauf hinaus, dass Nathan auf sie angewiesen ist, weil sie ein Auto hat. Nathan ist auf der Suche nach Richie.

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Ein kleiner Hinweis sei noch gestattet. Auf den Seiten unten rechts findet sich ein kleiner hüpfender Dämon. Zusammen mit den anderen Seiten ergibt es ein hübsches Daumenkino.
Der Roman entstand auf der Grundlage einer Kurzgeschichte und ist der erste Roman des Amerikaners Royce Buckingham. Sein Buch ist nicht nur humorvoll, sondern auch nachdenklich. Im Mittelpunkt steht ein alleinstehender Junge mit der undankbaren Aufgabe eines Dämonenhüters, der keinerlei soziale Kontakte pflegt. Nathan Grimlock wird sehr sympathisch, aber auch ein wenig hilflos dargestellt. Seine Probleme sind die eines Jugendlichen, teils eines Erwachsenen. Royce Buckingham stellt den Jungen in den Mittelpunkt einer fesselnden Handlung.

Dämliche Dämonen - die Rezension von Anke Brandt

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