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Colin Mirth

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Titel: Colin Mirth
Autor: Achim Hiltrop
Titelbild: Claudia und Achim Hiltrop
Verlag / Buchdaten: Book on demand (2007); 239 Seiten; 13,95 €, ISBN: 978-3-837009-10-1

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Der vorliegende Band ist ein Episodenroman in zwölf Teilen. Damit kann der Roman in einzelnen Schritten gelesen und weggelegt werden, wenn man nicht mehr weiterlesen will. Aber wer will das schon? Ich meine, weglegen.
Commander Colin Mirth ist ein Agent des Secret Service, der zu Scotland Yard versetzt wurde. Seine Arbeitskraft als viktorianischer Geisterjäger wurde nicht mehr benötigt. Damit wurden seine Reisen rund um den Globus eingestellt. Wer nun der Meinung ist, bei Scotland Yard würde er den ruhigen Posten eines normalen Polizisten ausüben, wird dabei natürlich enttäuscht. Sein Chef, Inspector Pryce, scheint nicht sehr angetan zu sein von dem neuen Mitarbeiter. Pryce weist ihm einen neuen Partner zu, der ihm zeigen soll, wie es im guten alten England des Jahres 1876 zugeht. Sergeant Archibald Moore, ein eher gemütlicher und humoriger Mann, ist der beste Gegenpart zu Mirth, da er einen tief verwurzelten Aberglauben sein Eigen nennt.
Natürlich kann Colin Mirth nicht ohne seine paranormalen Fälle bleiben. Kaum im Büro, beginnt er sich mit einem Fall von verschwundenen Personen auseinanderzusetzen. Bald kommt er einer Art fliegendem Holländer auf die Spur. Den Fall kann er jedoch nur lösen, indem er Abdul einsetzt, einen Flaschengeist, den er einmal in Ägypten fand. Leider hat Achim Hiltrop für die Leser, die zum ersten Mal von Colin Mirth lasen, die Überraschung verdorben. Denn leider weist er auf der Rückseite im Klappentext bereits auf Abdul hin. Ohne diesen Hinweis wäre der Leser genauso überrascht worden wie Sergeant Archibald Moore.
Neben den gelungen beschriebenen Geschichten fiel mir besonders die Eigenart der beiden Polizisten auf, sich mit Shakespeare auseinanderzusetzen. Hinzu kommt die gut eingefangene Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters. Das Buch ist wirklich gut geworden. Wenn man bedenkt, dass die Erzählungen alle bereits im Internet zum Herunterladen angepriesen wurden - mit 1.000 bis 2.000 Downloads laut Autor -, bewundere ich seinen Mut, ein Buch daraus zu machen. Andererseits kämen dann Menschen wie ich nicht in den Genuss der Geschichten. Ich mag es gar nicht, am Rechner Geschichten oder längere Texte zu lesen.

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