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Startseite - Film - Horror & Mystery - Cloverfield
Cloverfield
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Cloverfield
Originaltitel: Cloverfield
Regie: Matt Reeves
Drehbuch: Drew Goddard
Darsteller: Michael Stahl-David, Mike Vogel, Odette Yustman, Lizzy Caplan, Jessica Lucas, T. J. Miller u. a.
Laufzeit: 84 min
FSK: 12 Jahre
USA / Japan 2008

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Ein Haufen Twens, allen voran Robs Bruder Jason und seine Freundin Lily, planen für Robert eine Überraschungsparty. Jason gibt seinem Freund Hud die Kamera seines Bruders, um die Party für die Familie festzuhalten. Gegen Abend wird der Film jedoch ein Dokument eines Ereignisses, mit dem keiner gerechnet hat. Ein riesiges Ungeheuer wütet in Manhattan und zerstört ganze Häuserzeilen. Die Freunde begeben sich auf eine recht panische Flucht - immer mit dabei die heimische Wackelkamera. Dabei wird einer der jungen Menschen nach dem anderen direkt oder indirekt durch Parasiten des Monsters, das Monster direkt oder durch die verzweifelten Abwehrmaßnahmen der Militärs vom Leben getrennt.
Soweit die Story. Sorry, aber das ganze primäre Herumgesülze bezüglich des Verkuppelns von Teenie A mit Teenie B und das sekundäre Herumgekreische völlig planloser Jugendlicher auf der Flucht kann man nicht in längeren Sätzen beschreiben. Um Cloverfield hat man so lange Gerüchte geschürt, um den heißen Brei herumgeredet und die Neugier geweckt und schlussendlich einem nur einen mäßig interessanten Monsterfilm in Blair-Witch-Project- Machart vorgesetzt. Dabei verwendete man ein knappes Dutzend unbegabter Nachwuchsschauspieler, die weder in irgendeiner Weise charakterlich ausgeleuchtet werden noch irgendwie etwas zur Handlung wesentlich beitragen. Diese wird fast ausschließlich durch donnernden Sound und die CGIs bestimmt. Das Monster sieht man 95% des Filmes nur schemenhaft und immer nur ausschnittweise und blitzschnell im Film. Als dann in einer Szene das ganze Vieh plötzlich im Bild steht - auch noch gut ausgeleuchtet - ,ist man richtig entäuscht, denn einerseits ist es keinesfalls das grauenhafte Ungetüm, das man sich jetzt vorgestellt hat, und andererseits wäre es doch für den Film viel interessanter gewesen, wenn das Monster immer nur ein Schemen gewesen wäre. Man freut sich zu guter Letzt lediglich nur noch, als die überlebenden Handlungsreisenden (oh, ein SPOILER!) sich atomar in Schall und Rauch auflösen. Denn jetzt hatte der Film endlich ein Ende, und man muss sich nur ewas darüber ärgern, für so etwas auch noch Geld für die Kinokasse ausgegeben zu haben. Sehr sehr schade.
5 von 10 Punkten.

Übelkeit durch die Machart des Filmes? Ja, das kann ich bestätigen. Liegt aber nicht am Kameramann ...

Cloverfield - die Rezension von DomPatHug

Kommentare (13)Add Comment
Rupert Schwarz
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geschrieben von Rusch, Februar 11, 2008
Tja, was soll man dazu sagen: Ich habe mir den Monsterfilm in Blair Witch Manier nicht angetan. Ist nicht das meine und ich scheine auch nichts verpasst zu haben. Dank an den mutigen Testviewer. smilies/smiley.gif
Jürgen Eglseer
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geschrieben von eglseer, Februar 11, 2008
Ich stells dir in Rechung, smile
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geschrieben von Anonymous, Februar 11, 2008
Dadurch, dass der gesamte Film mit der Handkamera aufgenommen wurde, fühlt man sich als Zuschauer viel stärker in den Film reinversetzt. Definit ein bisher unterschätztes Stilmittel! Als die Spinnen im Tunnel angriffen, konnt ich mich fast nicht mehr im Sitz aufrichten. Gebt nichts auf den x von x Punken-Mist und bildet euch am besten selbst eine Meinung!
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geschrieben von Anonymous, Februar 12, 2008
Hm, ich kann mir kaum vorstellen, dass die Wackelkamera schlimmer als im Bourne Ultimatum sein soll. Da war mir auch kotzübel, aber gewarnt wurde man vorher nicht. Aber danke für die Rezi, werd mir den auch schenken.
Rupert Schwarz
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geschrieben von Rusch, Februar 12, 2008
Ja, warum machen sie das. Die müssen ja fast schon einen hinweis an den vordersten Reihen in Kinos anbringen, dass Filme mit den wackigen Kamerafahrten zu epileptischen Anfällen führen können.
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geschrieben von Anonymous, Februar 12, 2008
Angesichts der Rezi scheinen mir die 5 von 10 Punkten sehr wohlwollend vergeben. Diesen Film werde ich mir - nachdem ich nun einige vielsagende Verrisse gelesen habe - nicht einmal auf Leih-DVD antun. Ich sehe gerade, dass der Wackel-Kamera-Schrott auf imdb bisher mit 7,9 von 10 Punkten bewertet wird.
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geschrieben von Anonymous, Februar 13, 2008
Exzessive Handkamera im Spielfilm? Nein danke! Hat mir schon bei Blair Witch eine der übelsten visuellen Erfahrungen beschwert (abgesehen vom todlangweiligen Inhalt) und ist auch der Grund, warum ich mir BSG nicht antue.
Jürgen Eglseer
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geschrieben von eglseer, Februar 13, 2008
Nun, BSG ist wohl nicht vergleichbar mit Handkamera, wackelig ja, aber durchaus brauchbar als Stilmittel. Es wirkt eher, als würde jemand mit den eigenen Augen rumgucken, was passiert. Das verwaschene, unscharfe per se auf Authenzitität getrimmte Amateurkameraherumgewackle ist dagegen auf die Dauer nur nervig.
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geschrieben von Anonymous, Februar 18, 2008
Tja...Was mich am meisten ankotzt, sind all die super-intelligenten Kritiken, die doch den Film zunichte machen. Muss man denn immer einen Film durchleuchten, die Charaktere analysieren, nach Botschaften suchen und wenn da nichts dabei rauskommt gleich den Film abschreiben? Egal in welcher Genre und mit welchem Motiv, ein Spielfilm ist und bleibt doch immer noch ein Spielfilm. Seht den Film doch mit einer anderen Perspektive an...stellt euch doch einfach vor ihr wärt dabei, egal ob jetzt eine Handlung intelligent war oder nicht, ob ihr anstelle von Rob Beth retten geht oder nicht, ob ihr beim Rennen filmen oder die Kamera einfach fallen lassen würdet...mich hat's bis am Ende gepackt. Kino ist ja auch Unterhaltung smilies/wink.gif
Jürgen Eglseer
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geschrieben von eglseer, Februar 18, 2008
Dann braucht man auch keinen Anspruch mehr, wenn man nach deiner Meinung geht. Du findest den Film gut - hast deine Begründung dafür - das ist ja an sich auch eine Kritik. Wenn man eine Besprechung schreibt, möchte derjenige, der den Film noch nicht kennt oder mehr über ihn lesen will, mehr im Text sehen als: Jo, der war geil. Also - nach welchen Grundsätzen sollten wir deiner Meinung nach eine Rezension aufbauen? Geil, ned so geil, käskrampf? Natürlich orientieren wir uns nach handwerklichen Kritierien eines Filmes - sei es die Art der Kameraführung oder etwa die Ausführung des Drehbuches (wo Charaktertiefe durchaus auch bei geilen Filmen vorkommen kann, siehe 28 Days Later). Natürlich schreibt man auch den persönlichen Eindruck auf - der natürlich sich vom handwerklichen Eindruck unterscheiden kann. Insofern ist eine pauschale Abwertung aller Kritiken, die den Film schlecht bewerten, nicht sehr intelligent. Mir hat Cloverfield nicht gefallen, weil dieses und weil jenes. Und ausserdem habe ich mich gelangweilt. Letzteres hat nix mit Intelligenz zu tun. ;-)
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geschrieben von Anonymous, Februar 18, 2008
Nun vielleicht war ich mit meinem Beitrag ein bisschen übereilig gewesen...ja ich stimme dir zu, dass zu einem guten Kritik viele wichtige Aspekte berücksichtigt und genauer angeschaut werden muss. Klar ist es für denjenigen hilfreich über Reviews mehr über einen Film zu erfahren, was ich persönlich nicht tun würde, weil ich dann schon zu viel wissen würde und gerade bei diesem Film gehört das Rätselhafte im vornherein dazu. Als Kind hab ich viel gelesen, bin immer wieder in die Geschichten eingetaucht, und sah mit den Augen des Hauptcharakters. Ich fühlte dessen Empfindungen und die ganze Energie des Buches mit meinen kindlichen Fantasien. Das alles wurde zerstört, als ich im Gymnasium gelernt habe, alles was ich lese zu analysieren und interpretieren. Da bin ich gezwungenerweise auf Distanz zur Geschichte und zu den Personen. Was ich damit sagen will ist, man kann doch auch mal einen Film auf gefühlsebene Betrachten, seine Fantasie nutzen, selbst in die Geschichte eintauchen und ihn erleben, ohne nur zu Betrachten und Beobachten. Stell dir vor, du wärst, sagen wir in Berlin an einer Fete. Plötzlich passiert genau sowas wie im Film und du führst die Kamera. Ich denke kaum, dass ich beim Betrachten des Aufgenommenen viel Charaktertiefe finden würde. Hm...ich hoffe, du hast mich jetzt ein klein wenig verstanden, was ich sagen wollte. Wünsche dir auf alle Fälle viele Fantasievolle Stunden im Kino smilies/cheesy.gif
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geschrieben von Anonymous, Februar 18, 2008

Diese Rezension kann ich nicht ganz teilen. Der Film hatte eine Story und die beginnt mit der beschriebenen Party, auf der es zu einem Eklat zwischen einem Pärchen kommt. Und ohne diesen Zwischenfall hätte der Film keinen Sinn. Damit werden eigentlich zwei Geschichten erzählt. Einmal der folgende Angriff der Alien und die kriegsähnlichen Zustände, die innerhalb von Minuten ganze Lebensläufe zerstören können. Die zweite Story ist die Beziehung der Personen zueinander und die mit dem Blair Witch Effekt eigentlich nicht besser erzählt werden können und eher an eine reelle Begebenheit erinnert. Der Film könnte damit als ein Fundstück auf Youtube durch gehen. Dummerweise wird der Film über eine alte Aufnahme gebügelt, so dass zeitweise die alten Aufnahmen zu sehen sind und das Paar, um das es sich dreht, in ihren besseren Tagen gezeigt wird. Die Tragik dieser ganzen Geschichte zeigt sich darin, dass sich drei Freunde aufmachen, um die Freundin zu retten und selbst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Wer dies nicht kapiert und sich sagt, ich muss jetzt mal ganz genau das Alien sehen, damit ich es mit anderen Filmen vergleichen kann, ist hier eindeutig fehl am Platz. Obwohl mir auch etwas schwummrig von der Kameraführung war, ist dadurch ein kleines filmisches Kleinod entstanden, welches tausendmal besser ist als Blair Witch Projekt und wer immer nur Alien die X-te erwartet, hat kein cineastisches Verständnis. StarTrek Regisseur Addams wollte eindeutig den Blickwinkel, den jeder heute am Mann hat, das Handyvideo das massenhaft getauscht wird. Nur etwas spektakulärer.

Jürgen Eglseer
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geschrieben von eglseer, Februar 19, 2008
Also - erst einmal grundsätzlich gesagt, ich fühle mich schon richtig hier. ;-) Ich denke ich habe schon so viel in Sachen SF, Fantasy und Horror usw. gelesen und gesehen, das ich mir durch aus ein Urteil über das eine oder andere erlauben darf. Wenn mir Cloverfield aus dem einen oder anderen Grunde nicht gefallen hat, ist das mein gutes Recht. Ebenso ist es dein gutes Recht, wenn du meine Meinung nicht teilst. Was ich keinesfalls verstehen kann, das manche Menschen, auch du teilweise, dies nicht akzeptieren können und Meinungen, die ihrer eigenen konträr laufen, als Ergebnis eines mikrowellenverunfallten Gehirnes darstellen.
Zum Film selber. Die Beziehungen der einzelnen Personen - nun, das Gute Zeiten Schlechte Zeiten Epos zwischen den Pärchen - es hat mich einfach nicht überzeugt. Sorry, das ist so.
Und mal ganz komisch gefragt? Du hast einen Alienfilm gesehen? Wo denn? Ich sah da keinen.
Für mich war das ein FIlm in der Reihe von King Kong oder Godzilla - und das sind keine Aliens, sondern durchaus irdische Wesen. Das Teil, das am Ende des Filmes in der Videoaufnahme ins Meer fällt, und die Landung des Ungeheuers darstellen soll (von vielen sicher übersehen, weils so schnell ging), hat nichts an der Tatsache geändert, das Cloverfield nichts anderes war, als Emmerichs Godzilla aus einem anderen Blickwinkel.

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