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Cars
Film - Animation

Titel: Cars
Originaltitel: Cars
Regie & Drehbuch: John Lasseter, Joe Ranft
Drehbuch: Jorge Guerricaechevarría
Musik: Randy Newman
FSK: ohne Einschränkung
Laufzeit: 112 min
USA 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

"1 Sieger, 42 Verlierer" klopft der rotlackierte PS-Protz gern aufs Blech. Doch führt ihn sein Ego-Trip nicht aufs Siegertreppchen, sondern ins schräge Wüstenkaff Radiator Springs. Dort lernt die hochgezüchtete Präzisionsmaschine bei liebevoll-schrulligen Land-Karossen, mal einen Gang zurückzuschalten, und erfährt, warum Trecker schreckhaft, Mähdrescher ziemlich dämlich und Rostlauben auch Autos wie du und ich sind. Und dass das wahre Glück im Leben nicht auf der Straße, sondern manchmal auch ein paar Meilen daneben liegen kann ...

Was wäre der Animations-Film nur ohne Pixar? Neben den vielen und viel zu vielen durchschnittlichen Filmen dieses Genres, ist es einzig und alleine dieses Studio, das konstant jedes jahr einen tollen Film aus der bunten Trickkiste zaubert und Groß wie Klein unterhalten kann. Dies trifft definitiv auch auf ihren neuesten Trick-Coup Cars zu.

Ausgerechnet jetzt, da er als Newcomer die etablierten Stars am Rande der Niederlage hat und nur noch ein Entscheidungsrennen aussteht, verfährt sich der etwas egomanische, aber sympathische Rennwagen Lightning McQueen (synchronisiert von Daniel Brühl) in der Wüste. Er havariert in dem abgelegenen Hinterwaldnest Radiator Springs, wo die Uhren viel langsamer ticken und man dem ungestümen Raser nach Kollateral-Schäden ein paar deftige Lektionen erteilten will...

Zum Hintergrund: Der Arbeitstitel des Films lautete "Route 66", wurde 2002 aber in Cars geändert, damit der Film nicht mit der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1960er Jahren verwechselt werden würde. Für die deutsche Fassung war ursprünglich "Cars - Autos wie wir" vorgesehen; inzwischen wird er aber auch in Deutschland nur noch unter dem Originaltitel vermarktet.

Lightning McQueen ist ausgestattet mit Lightyear-Buzzard-Reifen, eine Parodie auf Goodyear-Eagle-Reifen und auf Buzz Lightyear aus Toy Story. Einige der Sponsorenaufkleber auf den Rennautos verweisen auf frühere Pixar-Projekte. So ist zum Beispiel die Zahl "2319" auf einem Auto zu sehen. Diese Nummer war der Code der Kinderaufspüragentur aus Monster AG. Die Nummer "95" von Lightning McQueen ist eine Anspielung auf das Erscheinungsjahr von Toy Story 1995. Die Nummer der Figur Chick Hicks ist "86", erneut eine Anspielung auf ein Erscheinungsjahr eines Pixar-Kurzfilms, nämlich "Luxo Jr". Bei der Überfahrt nach Kalifornien gibt es auf der Interstate einen Cameo-Auftritt der Vögel aus Pixar's Kurzfilm "For the Birds".

Pixar ist und bleibt also auch nach Cars" die große Nummer für computeranimierte Filme, da es das einzige Studio ist, dem es immer wieder gelingt, tolle Bilder mit einer schönen Geschichte und Idee zu verbinden, die zudem noch unglaublich aberwitzig geraten sind. Kein Zweifel: Mit dieser Auto-Gaudi um Audi, Fiat, Chevrolet und Co. behauptet das Pixar-Studio souverän seine Pole Position im Genre - ein grandioses Comeback für Trick-Genie John Lasseter (Toy Story)

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