Amazon

Diskussion

Social Network

Folge uns auf Twitter
Folge uns auf Facebook!
Folge uns auf Google+
Abonniere unseren RSS Feed

Phantast

Das eMagazin von fictionfantasy und literatopia

phantast
Alle Phantast-Ausgaben
auf einen Blick

Netzwerk

Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
http://www.wikio.de
Startseite - Film - Science-Fiction - Bunker Palace Hotel
Bunker Palace Hotel
Film - Science Fiction (F)

Titel: Bunker Palace Hotel
Originaltitel: Bunker Palace Hôtel
Regie: Enki Bilal
Drehbuch: Enki Bilal, Pierre Christin
Darsteller: Jean-Louis Trintignant, Carole Bouquet, Maria Schneider, Roger Dumas, Yann Collette, Philippe Morier-Genoud, Hans Meyer, Benoît Régent, Jean-Pierre Léaud, Jezabelle Amato, Svetozar Cvetkovic, Snezana Niksic, Rada Djuricin, Mira Furlan, Ljuba Tadic, Zoran Cvijanovic, Milan Erak, Dragomir Felba, Rastko Jankovic, Tanasije Uzunovic, Minja Vojvodic
FSK: 12
Laufzeit: 95 min
Frankreich, 1988

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Enki Bilal präsentierte 2004 mit "Immortal" eine allzu fantastische Welt, in der die Unterscheidungen von Künstlichem und Natürlichem keinen Sinn mehr machen. Das visuell exaltierte Science-Fiction-Märchen erreichte zwar nur ein kleines Publikum, das jedoch jubelte. Auch 1988 kam schon von Bilal "Bunker Palace Hotel", ein desolater Science-Fiction-Klassiker, der leider wie viele seiner kleinen Artgenossen nicht annähernd die Beachtung bekam, die er verdient hätte.

"Bunker Palace Hotel" ist das Regiedebüt des serbischstämmigen, in Frankreich ansässigen Comiczeichners Enki Bilal. Der Streifen erhielt überschwängliche Kritiken, wurde aber außerhalb von Frankreich kaum wahrgenommen und ging baden. Wahrscheinlich wäre der Film bis heute verschollen, wenn Enki Bilal nicht 2004 seinen dritten, erfolgreicheren Streifen "Immortal" mondial vermarktet hätte.

Das Paris der nahen Zukunft ist zu einem Überwachungsstaat geworden, eine Art Orwellscher Szenerie. Mac Bee, dekadenter Diktator der unter einer Dunstglocke dahinvegetierenden Stadt, will ewig leben und despotisch herrschen. Dazu braucht er frische Organe, die sein Leibarzt ihm besorgt und verpflanzt. Einer seiner Spender, der sagenumwobene Revolutionär Tykho Moon, ist zurückgekehrt. Doch er hat sein Gedächtnis verloren. Killer zweier konkurrierender Organisationen klemmen sich an die Fersen des Künstlers.

"Bunker Palace Hotel" beginnt in einer Zeit, in der die Macht der Obrigkeit zusammengebrochen ist, die Revolution die Straßen beherrscht und es für das politische System nur noch um das Überleben geht. Auch wenn die Namen ausgetauscht sind, verfolgt der Comickünstler Enki Bilal in beiden Filmen seine aus den zahlreichen Comics bekannte politische Kritik konsequent.

Bilals Film ist eher eine politische Parabel intellektueller Natur, versehen mit einem skurrilen Sinn für Humor, wo es ihm aber durchaus gelingt, den Stil seiner Comics in die Realfilmbilder einfließen zu lassen. Ähnlich wie in Tykho Moon ist der Background für diesen schrägen Streifen ein totalitärer Überwachungsstaat, der allerdings vor dem Kollaps steht. Während die Revolution nicht mehr aufzuhalten ist, flüchtet die politische und gesellschaftliche Elite in einen unterirdischen Schutzraum, das Bunker Palace Hotel, wo das Personal aus defekten Androiden besteht. Unter ihnen die Revolutionärin Clara (Carole Bouquet "Zu schön für Dich") und ein Verrä-ter, wodurch "Bunker Palace Hotel" schließlich in einer äußerst bizarren Auflösung gipfelt. Fazit: schwere Kost, guter Film.

Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy