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Märchen / Ausgewählte Geschichten

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Titel: Märchen /Ausgewählte Geschichten
Autor: Clemens Brentano
Titelbild: Martin Pudenz
Buch/Verlagsdaten: Fischer Verlag 90183 (05/2009); 365 Seiten; 9,50 €; ISBN: 978-3-596-90183-8 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Clemens Brentano wurde am 09.09.1778 in Ehrenbreitstein bei Koblenz geboren und starb 28.07.1842 in Aschaffenburg. Nach einer kurzen Kaufmannslehre studierte er ab 1797 in Halle und Jena, gab aber die berufliche Ausbildung auf und lebte vom väterlichen Vermögen. 1803 heiratete er die Schriftstellerin Sophie Mereau (1770-1806). Nach deren Tod heiratete er die sechzehnjährige Auguste Bußmann, von der er sich aber schnell wieder trennte. Neben der „Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl“ schrieb er noch Märchen, wie z. B. 1838 „Gockel, Hinkel, Gackeleia“ oder das dramatische Gedicht „Am Rhein, am Rhein“. Außerdem brachte er noch zusammen mit Achim von Armin die Volksliedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“ heraus. Die Novelle „Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl“ kam 1817 zustande, weil er einer Familie, die in großer Not war, helfen wollte, aber selber kein Geld hatte. Er ließ sich von einer Frau die Geschichten von einem Kindsmord in Schlesien und von dem Selbstmord eines Unteroffiziers, der zuviel von der Soldatenehre hielt, erzählen. Daraus schrieb Clemens Wenzeslaus Brentano de La Roche dann seine Geschichte. Nach vier Tagen brachte er sie zu einem Mann, namens Gubitz in Berlin, wo Herr Brentano von 1814 bis 1818 lebte. Herr Gubitz veröffentlichte die Novelle 1818 in seinem Taschenbuch „Milde Gaben“ und zahlte ein reichliches Honorar dafür. Von 1819 bis 1824 zeichnete Brentano in Dülmen die Visionen einer stigmatisierten Nonne auf. Von 1825 bis 1830 lebte er in Koblenz und später in Frankfurt, Regensburg und München.
Seine hier veröffentlichten Märchen und Gedichte kannte ich bereits zum Teil. Allerdings konnte ich nirgends erfahren, warum die italienischen Märchen so genannt werden. Ich finde nichts Italienisches an ihnen. Seine Kunstmärchen leben vor allem von den seltsamen Namen, die er den handelnden Personen gibt. Herr Brentano wird den Romantikern zugerechnet; allerdings stelle ich mir etwas anderes darunter vor, als das, was hier zusammengetragen wurde. Andererseits könnte man aber auch sagen, das er anti-jüdisch eingestellt ist. In seiner Geschichte um den Schneider Siebentot lässt er die aufgebrachte Menge gegen die Juden vorgehen.
Alle Beiträge zusammengenommen ergeben einen guten Einblick in das Werk des Dichters und Schriftstellers. Mir gefällt sehr, dass der Fischerverlag in seiner Reihe Fischer Klassik seine Werke vorstellt. Leider fehlen in Deutschland mehrere solcher Projekte. Ich hoffe, dass der Fischerverlag noch einige Bücher herausbringen wird. Das Buch hat ein langes Nachwort, bei dem leider nicht vermerkt ist, wer es geschrieben hat. Derjenige schafft es, einen Satz über 14 Zeilen zu schreiben und ihn mit Worthülsen zu füllen. Spätestens nach der dritten Zeile hat nicht nur der Autor vergessen, was er sagen wollte. Im Laufe des Textes bringt man dem Leser den Lebenslauf von Herrn Brentano näher. Diesen habe ich aus meinen Informationen jedoch der Buchbesprechung vorangestellt.

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