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Phantast
| Blutbraut |
| Buch - Fantasy (B) | |||||
Sein Atem strich über meinen Hals, seine Bartstoppeln kratzten über meine Haut. Ich saß wie erstarrt, konnte noch nicht einmal zittern, wartete auf den Schmerz. Presste die Lider in der Dunkelheit zusammen, als könnte ich so das Unvermeidliche aussperren. Ein Stöhnen, eine Berührung in meinem Haar. Seine Lippen legten sich auf meine Kehle. Federleicht. Kaum mehr als ein Hauch. Kein Biss, ein...Kuss. Quälend sanft. Inhalt: Buchaufmachung: Meine Meinung: Wie erfrischend! Das war der Gedanke, der im Grunde die ganze Zeit das Lesen begleitete. Der Plot ist so vollkommen neuartig und hebt sich so total von den meisten anderen Büchern ab, dass es eine wahre Wonne war: Eigentlich geht es vordergründig gar nicht um Vampire - die entstehen nämlich nur, wenn die Hexer der Hermandad, wozu auch Joaquín gehört, keine Blutbraut haben, die verhindert, dass sie zu Nosferatus werden. Dieser Aspekt gefiel mir von Anfang an sehr gut, besonders, da die Autorin es fabelhaft versteht, nach und nach alle Details aufzuklären und so alle Fragen des Lesers zu beantworten. Aber auch der Rest ist ebenso originell und gut ausgearbeitet - allem voran die Beziehung zwischen Lucinda und Joaquín, die sich unglaublich langsam entwickelt und dabei doch so intensiv ist, dass es einen schier umhaut. Was für eine Abwechslung im Gegensatz zu den sonstigen Jugendbüchern, in denen die Protagonisten nach zwei Tagen von Liebe sprechen! Die Entwicklung von Todesangst zu Zuneigung ist eben ein Weg, der nicht nach einer Woche schon gegangen worden sein kann. Und das wurde hier perfekt rübergebracht. Lucinda ist eine Hauptperson, wie ich sie selten kennengelernt habe - so ein verschrecktes, ängstliches Mädchen ohne Vertrauen in seine Umwelt, aber dennoch so stark, dass sie nichts unversucht lässt, um irgendwie zu entkommen. Sie ist gleichzeitig zerbrechlich und tough, ängstlich und mutig. Sie vereint viele Gegensätze in sich, die sie so unverwechselbar machen, ihre Gedanken sind authentisch und ihre Taten ebenfalls - ich konnte alles an ihr nachvollziehen, was mir immer sehr wichtig ist. Joaquín ist einfach...Joaquín. Kaum zu beschreiben. Düster und rau, manchmal ohne Rücksicht auf den Willen anderer, aber nur, wenn es darum geht, die, die er liebt zu beschützen. Er tut alles für Lucinda, für seine Gefährten und seine Familie und ist so selbst in den unnahbaren Momenten nicht fern für den Leser. Und obwohl er brutal sein kann, stur und so dunkel wie die Nacht, habe ich mich doch sofort in ihn verliebt, denn alles, was er will, ist ein ruhiges, sicheres Leben für alle, die ihm nahestehen. Der erste Teil des Buches besteht hauptsächlich aus vielen Gesprächen und vielen Zurückweisungen sowie Fluchtversuchen Lucindas. Doch trotz dessen, dass nicht viel passiert, baut sich Spannung dadurch auf, dass man einfach gespannt darauf wartet, wann sie zum ersten Mal etwas wie Vertrauen fasst. Es kribbelte bei mir, wenn sie sich im selben Raum wie Joaquín aufhielt und es jagte mir Schauer über den Rücken, wenn sie sich anschauten. Die Atmosphäre des Romans ist die gesamte Zeit so dicht, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Der Schreibstil passt perfekt zum Inhalt - zwischenzeitlich träumerisch, geprägt von Monologen und Gedanken Lucindas, die das Geschehen verdeutlichen. Die Beschreibungen sind manchmal vielleicht ein kleines Stück zu lang, aber in einer solch schönen Sprache, dass es kaum auffällt. Durch die geschwungenen Sätze und die eingebauten spanischen Fetzen, konnte ich mich wunderbar hineinfallen und treiben lassen. Natürlich fehlen aber auch die Kämpfe nicht. Die Figuren bekommen es mit allerlei Widersachern zu tun: den Hexern der Hermandad sowie den blutrünstigen Nosferatu und einem Unbekannten, der anscheinend mit jemandem aus ihrer unmittelbaren Umgebung zusammenarbeitet...Die Auseinandersetzungen sind oftmals blutig und manchmal auch brutal, für allzu zarte Gemüter würde ich also vielleicht empfehlen, diese zu überspringen. Denn so glaubwürdig wie sie beschrieben werden, hat man schnell das Gefühl, mittendrin zu sein. Gegen Ende werden nochmal ein paar Geheimnisse gelüftet, die aber im Grunde nur für Lucinda überraschend sind - der Leser hat davon schon einige Zeit vorher in einem Kapitel aus der Sicht des Bösen gelesen. Leider wirkt die Charakterisierung desjenigen etwas lasch im Gegensatz zu den ansonsten großartig schraffierten Haupt- und Nebenfiguren. Die Beweggründe werden einfach nicht ganz klar. Da aber manche Stränge offen gelassen wurden, kann es gut sein, dass noch ein 2. Teil folgt. Der Showdown ist dann einfach nur spektakulär. Was da passiert, übertraf bei weitem meine Vorstellungen und ließ mich hibbelig vor Aufregung herumrutschen. Ich hätte beim besten Willen nicht mehr aufhören können zu lesen, weil ich so mit Lucinda und Joaquín mitfieberte. Ich hatte regelrecht Angst um die beiden. Der Abschluss ist Lynn Raven danach wunderschön und für mich absolut perfekt gelungen - er lässt hoffen und ein bisschen träumen und ich war ob der trotzdem drohenden Gefahren einfach nur glücklich. Fazit:
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Irgendwie fi...
a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...


