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Startseite - Film - Horror & Mystery - Blood & Chocolate - Die Nacht der Werwölfe
Blood & Chocolate - Die Nacht der Werwölfe
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Blood & Chocolate - Die Nacht der Werwölfe
Originaltitel: Blood and Chocolate
Alternativtitel: Blood Wolf
Regie: Katja von Garnier
Drehbuch: Ehren Kruger
Darsteller: Agnes Bruckner, Hugh Dancy, Olivier Martinez, Katja Riemann, Bryan Dick, Chris Geere, Tom Harper, John Kerr, Jack Wilson, Vitalie Ursu, Bogdan Voda, Kata Dobó, Rodica Mandache, Helga Racz, Lia Bugnar, Mihai Calin, u.a.
FSK: 16
Laufzeit: 94 min
USA 2007

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Der rund 25 Millionen Dollar teure Horror-Knaller ist die erste US-Kinoproduktion der bekannten deutschen Regisseurin Katja von Garnier, die in den Neunzigern mit Abgeschminkt! ihren populären Durchbruch zelebrieren konnte und danach mit Banditen! einen beachtlichen Streifen drehte. Das Drehbuch stammt von Ehren Kruger, der im Horror-Genre dank Ring und Der verbotene Schlüssel bereits" bekannt ist. Auf den ersten Blick ist Vivian (Agnes Bruckner) ein stinknormaler Teenager. Tatsächlich aber gehört sie einem Rudel von Werwölfen an, das sich in Europa etabliert. Problematisch wird es, als sie den amerikanischen Studenten Aiden (Hugh Dancy) kennen lernt, dem sie ihre wahre Natur verschweigt. Während sich Vivian in den Menschen verliebt, wird sie von Rudelführer Gabriel (Olivier Martinez) energisch zurechtgestutzt, sie solle doch ihrer "Familie" loyal zur Seite stehen. Bald schon steckt sie in der Zwickmühle und steht vor einer fatalen Entscheidung.

Von den Produzenten von "Underworld" kam 2007 der romantische Film "Blood & Chocolate": Der Film stellt eine unterhaltsame Synthese aus Horror und Liebesfilm dar und ins insbesondere durch seine geniale Optik mehr als sehenswert. Die deutsche DVD-Veröffentlichung durch die Leipziger Kinowelt ist qualitativ sehr gut ausgefallen und bietet neben überzeugender Bild- und Tonqualität einige sehenswerte Extras. Für diesen Silberling kann man bedenkenlos eine Kaufempfehlung feststellen: kaufen!

Abzukaufen, dass es sie gibt, fällt bis heuer schwer: Werwolf (von germanisch "wer": "Mann", vgl. lat. "vir") auch "Mannwolf" genannt, ist in der Mythologie, Sage und Dichtung ein blutdürstiger Mensch, der sich nachts bei Vollmond in einen Wolf, den sogenannten "Lykanthrop" verwandeln kann. Zu den modernen Werwolf-Mythen, die durch beredte volkskundliche Überlieferungen nicht unterstützt werden, gehört die in verschiedenen Horrorfilmen vorgestellte Modifikation eines Menschen, der vom Werwolf verletzt worden ist, in ein eben solches Ungeheuer. Sowohl die Akten der frühneuzeitlichen Prozesse als auch die unzähligen Sagen aus verschiedenen Teilen Europas berichten einheitlich davon, dass die Opfer von Wer-Wolfattacken zerrissen und teilweise auch gefressen wurden. Von einer späteren Wolfsverwandlung ist erstmalig im von Curt Siodmark verfassten Drehbuch zu "The Wolf Man"(1942) filmisch die Rede. Eine Besonderheit findet sich im Rheinland, wo dieser als "Stüpp" bezeichnete Unhold seinen Opfern aufhockt und sich bis zum Erschöpfungs-Exitus tragen läst ...

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