Schattenauge

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Titel: Schattenauge
Autor: Nina Blazon
Titelbild: Dirk Lieb, Rob Lewine, Scott Stulberg
Buch/Verlagsdaten: Ravensburger Buchverlag (03/2010); 478 Seiten; 16,95 €; ISBN: 978-3-473-35314-9 (gebunden mit Schutzumschlag)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Zoí sucht in den nächtlichen Clubs einer namenlosen Stadt das Vergessen. Wenn sie sich auf der Tanzfläche zu den Rhythmen der Musik bewegt, ist sie sie selbst. Dann vergisst sie die Probleme, die ihr Freund David ihr bereitete, indem er sie vor knapp einem Monat ausgerechnet mit ihrer besten Freundin Ellen betrog. Sie vergisst ihre Mutter, die ihr nur allzuoft den kleinen Bruder Leon aufs Auge drückt, damit sie auf ihn aufpasst. Oder die ihre Probleme mit dem Job auf die schwachen Schultern des etwa sechzehnjährigen Mädchens ablädt.
Doch die Probleme, die Zoí nun mit sich herumträgt, sind nicht mehr durch Tanzen zu ertragen. Eines Tages wird sie auf dem Heimweg angegriffen. Sie erkennt den Angreifer nicht, hält ihn erst für einen Menschen, dann für ein Tier. Weil sie durch ein Trauma geschädigt ist, kann sie sich nachher nicht mehr an den Angriff erinnern. Sie fand sich blutverschmiert auf dem Dach eines Hauses wieder. Ihr nähern sich die beiden Jungs Gil und Irves. Gil kennt sie aus einem der Clubs und Irves ist sein Albino-Freund.
Zoí verändert sich mit der Zeit. So liebt sie es plötzlich, in der Nacht zu laufen. Darin ist sie so gut, dass sie von der Sportlehrerin in das Sportteam aufgenommen werden soll. Dort trifft sie aber Ellen und David. Der Spaß ist gerade gestorben. Zoí bemerkt an sich einige Veränderungen. Sie kann mit ihren Sinnen viel besser umgehen. Sieht besser, hört besser, riecht besser. Man erinnert sich da schnell an Rotkäppchen und den Wolf. Nur welche Rolle spielt Zoí? Und was ist mit dem Mord auf dem Schulhof?

Nina Blazon schreibt aus unterschiedlichen Blickwinkeln einen modernen Gruselroman. Diese unterstützt sie, indem die Kapitel unterschiedliche Schriften benutzen. Gil hat das lesefreundliche Times Roman, Zoí hat die übliche Schrift Arial, wie ich sie auch bevorzuge. Aber der Unterschied ist nicht sehr groß, denn die Welt der Panthera überschneidet sich nicht nur mit der hiesigen Welt. Die Fähigkeiten der Panthera finden sich plötzlich auch bei Zoí.
Schattenauge ist ein bezauberndes Jugendbuch, das das Thema Werwesen aufgreift, gleichzeitig aber auch die Andersartigkeit von Menschen in den Mittelpunkt stellt. Mit einem ausdrucksstarken Schreibstil betört die Autorin vor allem die Leserinnen. Gelungen finde ich vor allem, dass sie die Stadt ohne Namen lässt. Damit kann sich jeder Leser seine Stadt als Handlungsort vorstellen und es ist nicht schon wieder irgendeine amerikanische Großstadt.
Bis zum Ende des Romans schafft Nina Blazon eine spannende Handlung mit Liebesgeschichte und schließt den Roman ab, ohne dass man einen Nachfolger befürchten muss.

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