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Batman: Under the Red Hood

Reihe: Batman
Titel: Batman: Under the Red Hood
Regie: Brandon Vietti
Drehbuch: Judd Winick
Stimmen: Bruce Greenwood, Neil Patrick Harris, Jensen Ackles, John DiMaggio, Jason Isaacs, Wade Williams u. a.
Musik: Christopher Drake
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 75 min
USA, 2010

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Gotham Citys Untergrund wird kräftig durcheinandergewirbelt. Eine neue Macht erhebt sich und nimmt für sich die Anführerschaft in Anspruch. Im Gegenzug verspricht Red Hood - so der Name des maskierten Unbekannten - einen Schutz gegen Nightwing und Batman. Doch dieser lässt sich davon nicht so recht beeindrucken und versucht immer wieder gegen Red Hoods Pläne vorzugehen. Ursprünglich war unter dem Begriff "Red Hood" der Joker zu Gange, bis er bei einem Kampf gegen den Dunklen Ritter in einen Chemikalientank fiel und so seine Veränderungen im Gesicht bekam. Doch Joker steckt in Arkam Asylum - wer ist nun unter dem Red-Hood-Kostüm?
Aber nicht nur Batman lehnt sich gegen die vereinigten Drogenkartelle in Gotham auf, auch der größte Verbrecher, Black Mask, sieht seine Geschäftsgrundlage schwinden. Er beauftragt eine mit Hightech ausgestattete Assassinengruppe, sich um Red Hood zu kümmern. In diesen Kampf gerät auch Batman, der im Laufe des Kampfes Beweise erhält, dass sich hinter dem Kämpfer in der roten Maske ein sehr bekanntes Gesicht verbirgt: Jason Todd!
Vor einigen Jahren konnte der Joker bei einer Verfolgungsjagd Jason alias Robin gefangen nehmen und foltern. Kurz bevor Batman das Versteck der beiden erreichen konnte, zündete Joker eine große Menge Sprengstoff. Robin konnte von Batman nur noch tot geboren werden. Doch wie kommt es nun dazu, dass Jason Todd offensichtlich von den Toten wiederauferstanden ist? Warum gebiert er sich so brutal, ohne Rücksicht auf Verluste? Und was hat Ra's al Ghul damit zu tun?

Nach den bislang zwei sehr erfolgreichen Batman-Verfilmungen von Christopher Nolan präsentiert uns DC nun einen Animationsfilm. Dabei stellt man sich nicht ungeschickt an. Man nehme die Stile von Nolans Batmanverfilmungen, mische etwas von Tim Burtons erstem Batman-Abenteuer mit hinein und vermenge das Ganze mit dem beeindruckenden und an "The Dark Knight" angelehnten Score von Christopher Drake. "Under the Red Hood" basiert auf den Comic-Storylines "A Death in the Family" und "Under the Hood". Gerade der erste Storyarc wird in der Fangemeinde als eine der besten Geschichten angesehen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass man sich eines schon erfolgreichen Themas bedient und das zu Recht. Die erzählte Geschichte um den wiederauferstandenen Jason, der Kampf gegen einen Gegner, den man selber ausgebildet hat und der einem vertraut ist - das sind keine leichten Aufgaben für Batman. Zumal er mit der emotionalen Last kämpfen muss, mit Robins Verlust und Wiederkehr zurechtzukommen, sieht er doch dessen Tod als seinen größten Fehler an. Selbstzweifel und Selbstbeschuldigungen plagen ihn und belasten die Aufgabe, hinter den Plan zu kommen, den Red Hood für ihn und Gotham entworfen hat.

Ein besonderes Licht möchte ich noch auf den Soundtrack von Drake werfen, der, wie oben schon erwähnt, sich teilweise an den Score von Hans Zimmer anlehnt. Dabei ist Drakes Musik nicht so epochal ausgelegt, sondern zurückhaltender. Jedoch fehlen nicht die triumphalen Momente an den passenden Stellen, die mir persönlich sehr gut gefallen. Der Soundtrack ist auf CD erhältlich und kann wärmstens empfohlen werden.

Nach einem grandiosen Vorspann wurde ich erst etwas in meiner Freude gedämpft, als ich die Stilrichtung dieser Animation sah. Die derzeit so gerne verwendete eckige und kantige Form von Figuren ist immer noch nicht so ganz meine. Jedoch passt der Stil durchaus zu dem düsteren Image, mit dem sich der Film umgibt. Viele Details, viel Bewegung und interessante Sichtweisen lassen den Film immer interessant wirken und erhöhen die Spannung.

Unterm Strich ist DC hier ein wirklich gutes Werk gelungen, das man sich ohne große Reue jederzeit zulegen kann. Versprochen ist viel Action, Spannung, gepaart mit viel Drama und Tragödie. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten.

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