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Startseite - Film - Science-Fiction - Batman Returns
Batman Returns
Film - Science Fiction (F)

Reihe: Batman
Titel: Batman Returns
Regie: Tim Burton
Drehbuch: Daniel Waters, Wesley Strick
Darsteller: Michael Keaton, Danny DeVito, Michelle Pfeiffer, Christopher Walken, Michael Gough, Pat Hingle
Musik: Danny Elfman
FSK: 12
Laufzeit: 126
USA, 1992

Eine Besprechung / Rezension von Andreas C. Lazar
(weitere Rezensionen von Andreas C. Lazar auf fictionfantasy findet man hier oder auf seiner Webseite moviebazzar.de)

Auch Tim Burtons zweiter Batman-Streich läßt den Großteil der Comic-Konkurrenz hinter sich zurück, obwohl er nicht mehr eine ganz so klare Linie wie sein Vorgänger verfolgt. Im Bemühen, möglichst viel für die Comic-Fans zu bieten, wurden zuviele Charaktere in die Story geschrieben, die sie so etwas überfrachten.

Nichtsdestotrotz zeigt Burton auch hier wieder durch sein nachtschwarz-bedrohliches, mit grauem Schnee verklebtes Gotham seinen einzigartigen visuellen Stil, der durch immer leicht der Wirklichkeit entrückte, traumschön-dunkle Sets einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Und wenn dann noch Kürbisse durch die Luft fliegen ...
Zur bekannten, gelungenen Musik, zur eindrucksvollen Kamera und den skurrilen Kämpfen fährt Batman, von Michael Keaton weiterhin schön zwischen Leder-Fetischismus und Millionärsdasein schwankend gespielt, durch ein Gotham, das diesmal noch mehr als früher von menschlichen Abnormitäten nur so wimmelt - und ich meine nicht Joel Schumacher. Er kommt auf die Spur der illegalen Machenschaften des von Christopher Walken brillant skrupellos gespielten Geschäftsmannes - Achtung, Anspielung - Max Shreck und verfolgt nebenbei den Weg des von Danny DeVito herrlich heuchlerisch gegebenen Pinguins in die hohe Politik. Neben tollen Masken zeigt uns Burton die lachhafte Falschheit des Polit-Betriebs und die menschenverachtende Einstellung großer Industriekapitäne und schafft es so, zeitgeschichtliche ironische Anspielungen unterzubringen, ohne dem Film zu schaden.

Viele männliche Zuschauer werden das vor lauter Starren auf Michelle Pfeiffers enges Catwoman-Kostüm aber vermutlich gar nicht bemerken. Im unwiderstehlich geschmeidig-biegsamen Latex-Outfit verdreht sie allen Männern im Film und im Kinosaal den Kopf und verliebt sich nebenbei in Batman. Schön zeigt Burton mit dem Spiel der Doppelidentitäten der Hauptcharaktere ihre Absurdität und ihre Tragik auf, die besonders in der einmal besorgten, dann wieder grausamen Waise Pinguin Ausdruck und ein blutiges Ende findet. Wer dabei nichts mit Tim Burtons makabrem Humor anfangen kann, sollte besser draußen bleiben. Alle anderen aber können sich auf einen zwei Stunden langen Trip in eine verzerrte Parallelwelt freuen.

4 von 5 Sternen

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