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Startseite - Film - Horror & Mystery - Baron Blood
Baron Blood
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Baron Blood
Regie: Mario Bava
Drehbuch: Vincent Fotre, Mario Bava
Produktion: Alfredo Leone
Darsteller: Elke Sommer, Joseph Cotten, Massimo Girotti, Luciano Pigozzi.
Italien/Deutschland 1972
Laufzeit: ca. 94 Min.
Deutscher Vertrieb: e-m-s

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Nachdem Mario Bava 1971 mit Im Blutrausch des Satans den Prototyp des Teeny-Slashers gedreht hatte, kehrte er ein Jahr später mit Baron Blood zu seinen eigentlichen Wurzeln des Gothic Horrors zurück. Diesmal aber spielt die Handlung nicht wie sonst im 18. Jahrhundert, sondern, da sich inzwischen das Horrorgenre stark gewandelt hatte, in der Gegenwart.

Ort der Handlung ist Österreich. Der Student Peter von Kleist kehrt nach Österreich zurück, um bei der Versteigerung des Schlosses seiner Vorfahren zugegen zu sein. Das Schloss ist unter der Bevölkerung als das "Schloss des Teufels" bekannt, da im 16. Jahrhundert darin der Blutbaron von Kleist gehaust hat, der dort unzählige Menschen zu Tode foltern ließ. Gemeinsam mit Eva, einer Kunsthistorikerin, findet Peter eine seltsame Beschwörungsformel, mit deren Hilfe man den Blutbaron wieder zum Leben erwecken kann. Aus Neugier sprechen beide um Mitternacht die Formel aus. Kurz darauf scheint der blutrünstige Baron tatsächlich wieder ins Leben zurückgekehrt zu sein, um neue Opfer für seine Folterkammer zu suchen...

Mit Sicherheit ist Baron Blood nicht einer der besten Filme Mario Bavas, aber auf jeden Fall einer der amüsantesten. Der Film tangiert stark das Trashgenre, versucht aber auch nicht, sich als eine überaus gelungene Produktion auszugeben. Das Monster, das Eva und Peter aus seinem Grab holen, hat einen sehr hohen Gruselfaktor und wurde von niemand anderem als Carlo Rambaldi geschaffen, der sich etwa zehn Jahre später ebenfalls für das E.T.-Design auszeichnen sollte. Als Kulisse für das Schloss wurde das Museum Burg Korneuberg in Österreich gewählt, wo auch der gesamte Film gedreht wurde. Die verwinkelte Architektur zeigte sich als recht geeignet für Bavas Film, sodass nichts in einem Studio nach- oder hinzugebaut werden musste.

Insgesamt ist in diesem Film der Titel auch Programm. Baron Blood ist für einen Film seiner Zeit sehr gewaltsam und blutig. Die Nahaufnahmen der Untaten des Barons sowie das von einer Eisernen Jungfrau durchbohrte Gesicht seines Dieners sind Beispiele dafür. So gesehen bewegt sich Baron Blood exakt zwischen klassischem Gruselschocker und modernem Horrorfilm, wobei die genial schrillen Schreie Elke Sommers durchaus zu den klassischen Elementen gezählt werden können.

Baron Blood ist kurzweiliges Gruselkino und recht gut geeignet, um sich auf Halloween einzustimmen.

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