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Horror Buch

Der ewige Krieg (Vampira, Heft 25)

vampira na25

Reihe: Vampira Neuauflage, Heft 25
Titel: Der ewige Krieg
Autor:  Adrian Doyle (Manfred Weinland)
Titelbild: Luis Royo
Buch/Verlagsdaten: Bastei (2012); 64 Seiten; 1,70 €

Eine Besprechung / Rezension von Thomas Backus
( weitere Rezensionen von Thomas Backus auf fictionfantasy findet man hier – besucht auch seinen Blog: Absurdes & Phantastisches )

 

 

Felidae hat Lilith Eden versprochen, ihr das Wissen der fehlenden zwei Jahre zu offenbaren. Lilith erwachte, weil ihre Gefährtin vorzeitig starb aus Blutmangel zwei Jahre vor ihrer Zeit. Sie ist unvollkommen, verfügt nicht über das Wissen, dass sie für ihren Kampf gegen die Vampire benötigt. Außerdem hat sie sich keine Armee von Dienerkreaturen geschaffen, die sie in ihrem Kampf unterstützt.
Deshalb trifft sich die Kelchdiebin mit ihr in The Rocks, dem ersten Sträflingscamp in Australien. Dort füllt sie den Lilienkelch mit ihrem eigenen Blut, das sie Lilith zum Trinken reicht. Dies tut Felidae mit der Gewissheit, dass Lilith nie wieder ein Opfer verschmähen und am Leben lassen wird...

... in dem Moment, als Lilith trinken will (getrunken hat?) tritt Landru hinzu. Felidae erinnert sich an den letzten Kampf, an ihre Niederlage (In der Ich-Form!).
Ich war eine leere, begierige Hülle, als ich mich von Nirgendwo auf den Weg nach Irgendwo machte.
Ja, sie war damals nicht bereit, für einen Kampf. Aber das ist viele Jahre her, in denen sie sich auf ihre nächste Begegnung mit dem einstigen Kelchhüter vorbereiten konnte.
Aus diesem Blickwinkel gewinnen die Geschehnisse in Llandrinwyth (Heft 10+11) noch einmal an Bedeutung. Und sie erinnert sich an das LICHT, dass ihr gewisse Befehle ein impfte...

 


Landru erkennt derweil (auch Ich-Form!), dass ihn der Dunkle Dom deswegen nicht strafte, weil Felidae eine Betrügerin war. Diesmal will er sich jedoch nicht täuschen lassen, Das schwört er beim Leben des künftigen Messias.

Ich BIN der Hüter.

Der Einzige und Wahre.

Der folgende Kampf ist einer auf Leben und Tod:

Felidae war nicht mehr in der Lage, sich zu verteidigen. Sie lag im Sterben. Landru hörte nicht auf, ihr Korsett zu zerstören, die Wurzeln dort herauszureißen, wo sie zermalmte Knochen zusammenfügten, nie heilende Schnitte nähten. Mitleid war ihm fremd. Es machte ihn seiner Gegnerin so ähnlich...

Und so gelingt es dem Kelchhüter, den dunklen Gral an sich zu bringen!


Liliths Armee besteht aus drei Toten. Ohne deren Wissen nehmen Duncan Luther, Dr. Gerorge Romano und Paul Kravetz in Uruk eine wichtige Grabungen vor. Sie stoßen auf eine Treppe, und auf das verborgene Tor, wo ein verführerisches Wesen auf sie wartet Es will ... Und genau das werde ich Euch nicht verraten, aber dieser Handlungsstrang wird sich sicherlich als wichtig erweisen!

Homer und Herak (der sich nicht mehr Hora II nennt) erforschen in einem Teiltrakt von Salem Enterprises das Fragment von Liliths Symbiont. Das Oberhaupt der Sidneyer Vampirsippe hat bereits einige Gentechnischen Experimente am Laufen, und nun will er das Potential eines Symbionten ebenfalls nutzen.
Besonders gut hat mir eine kleine Sequenz gefallen, in der Homer und Herak eine Dienerkreatur in ihre Experimente mit einbeziehen:

„Dein Name?“
„Ich habe keinen Namen, Herr.“
„Keinen Namen?“
„Ich hatte ihn schon vergessen, als ich noch lebte.“
„Warst du krank?“
„Ja Herr. Ich bin es immer noch.“
(...)
„Wessen Diener bist du? Wer gab dir den keim?“
„Ich habe es vergessen.“
(...)
„Vergessen? Aber du nennst mich Herr – also erinnerst du dich zumindest, wer ich bin?“
„Es wurde mir gesagt, bevor ich hereinkam. Ich vergesse – aber nicht so schnell.“
„Wie nannte sich deine Krankheit – als Mensch?“
„Ich habe es vergessen.“

Hammer, oder? Überhaupt gefällt mir die Idee mit der Verbindung aus modernster Wissenschaft und uralter Blutmagie außerordentlich gut. Einer der vielen Details, die diese Serie zu dem erheben, was sie ist!


Die Jubiläumsnummer (welche die Halbzeit der als Heftroman erschienenen Erstauflage markiert) kommt mit einigen Extras daher. Der Blick zurück wird als Auszug der Ewigen Chronik auf 8 Seiten erweitert, und es gibt auch ein Autorenporträt von Manfred Weinland (in der Erstauflage mit Foto).

Durch den eingefügten Text in der Neuauflage verschiebt sich dort der Schluss des Heftes 24, wodurch ein sehr dramatischer Abschluss leider nicht mehr so gut zur Geltung kommt. Aber das ist der einzige Mangel des Zweiteilers – der Rest ist allererste Sahne!

vampira25

Nachdruck von:

Reihe: Vampira, Heft 25
Titel: Der ewige Krieg
Autor: Adrian Doyle (Manfred Weinland)
Titelbild: Luis Royo
Buch/Verlagsdaten: Bastei (1995); 64 Seiten; 2,50 DM

 

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