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Horror Buch

Das zweite Leben (Vampira, Heft 20)

vampira na20

Reihe: Vampira Neuauflage, Heft 20
Titel: Das zweite Leben
Autor:  Adrian Doyle (Manfred Weinland)
Titelbild: Timo Wuerz
Buch/Verlagsdaten: Bastei (2012); 64 Seiten; 1,70 €

Eine Besprechung / Rezension von Thomas Backus
( weitere Rezensionen von Thomas Backus auf fictionfantasy findet man hier – besucht auch seinen Blog: Absurdes & Phantastisches )

 

Dr. Frans Stålberg/Stålheim hat zusammen mit Dr. Hector Landers ein Serum entwickelt, welches die Gefühlspest heilt. Was der Seuchenexperte nicht weiß: Sein Kollege, der in Wahrheit Landru heißt, hat ein wenig getrickst. Das Serum enthält einige Komponenten, von dem der Finne/Lappländer keine Ahnung hat.


Derweil versucht Lilith Eden herauszufinden, was mit Duncan Luther nicht stimmt. Den hat sie überraschend leicht aus El Nabhals Oase befreien könne. Sie vermutet in dem ehemals Toten eine Falle Landrus, aber sie kann keine Besonderheiten entdecken – außer, dass sein Blut beschissen schmeckt! Aber das war zu erwarten. Er bekommt ja auch keine Erektion zustande, sodass Lilith sein Blut nicht in Wallung bringen kann...

Außerdem will sie ihre Freundin Beth MacKinsey heilen. Von der Pest geheilt hat sie noch einige Nebenwirkungen zurückbehalten. Sämtliche Emotionen verkehren sich ins Gegenteil – so auch ihre Liebe zu Lilith.
Dass der aus Liebe entstandene Hass von Landru für seine Zwecke ausgenutzt wird, kann ja keiner Ahnen. Sämtliche anderen Infizierten heilen von allein (die Zeit heilt alle Wunden), aber Beth kriegt das manipulierte Serum und bleibt Gefühlsverwirrt...

Dass irgendetwas mit Duncan nicht stimmt, hat auch Landru mitbekommen. Die geplante Falle will einfach nicht zuschnappen. Deswegen stellt er das Oberhaupt der New Delhi Sippe Tanor zur Rede. Schließlich war der wiedererweckte Duncan dessen Geschenk.
Tanor schiebt die Schuld auf Tera, einer unglaublich hässlichen Vampirin, ind eren Oberstübchen auch so einiges im argen ist. Sie weigert sich, ihre Zähne in ihr Opfer zu schlagen, sodass die anderen Vampire sie füttern müssen.
Eine Schande. Tanor würde sie gerne töten, aber dummerweise gibt es seit dem Verschwinden des Lilienkelches diesen dummen Kodex, der es ihm verbietet..

Graffiti aus Menschenblut prangten an den Wänden einer Kammer, die in jedem Detail den Wahnsinn ihrer Bewohnerin widerspiegelte.
(...)
Sie wimmerte. Sie kreischte. Kein vernünftiges Wort rann über ihre Lippen, um die herum dutzende Schädel prasselten, die Tera sich mit Bindfäden um den Mund herum festgenäht hatte.
„Vogel“, echote sie wimmernd. „Ich suche den seltenen Todesvogel.“

Ein weiterer Handlungsstrang findet hier seinen Anfang. Herak, der nun unter dem Namen Hora II über die Sidneyer Sippe herrscht, hat das Gelände in der Paddingtonstreet 333 mit einem Betonfundament versiegeln lassen. Nun baut die Salem Enterprises dort ein Hochhaus. Wäre noch zu erwähnen, dass er den Beton mit Weihwasser anrühren ließ.
Ferner hat er menschliche Eingreiftrupps zusammengestellt, die Lilith Eindringen auf das Gelände registrieren und mit in Weihwasser getränkte Netze auf die Halbvampirin Jagd machen.

In der Neuauflage zündet Codds Sohn Ben seine Mutter Alice an. Das tut er aber nur, weil er sie liebt. Er lässt sie nämlich jünger und hübscher als zuvor aus der Asche auferstehen – danach begibt er sich auf eine Reise, die dem Leser sicherlich noch die eine oder andere Überraschung bescheren wird!

Beide Auflagen enthalten als Extra einen Sachtext mit dem Titel: Diesseits vom Jenseits – und umgekehrt. Der Tod behält sein Mysterium.


Sehr schön finde ich immer die vampirischen Interna. Ich hoffe, dass die Indischen Vampire noch eine Rolle spielen werden, insbesondere die verrückte Tera bietet erhebliches Potential.
Dazu kommt noch eine nette Andeutung über Landru:

Sie ahnten nicht, wer er war. Welches höchste Amt er innehatte. Niemand ahnte es. Es gehörte zu der Bürde seines Amtes, sich niemanden zu erkennen geben zu dürfen.

vampira20

Nachdruck von:

Reihe: Vampira, Heft 20
Titel: Das zweite Leben
Autor: Adrian Doyle (Manfred Weinland)
Titelbild: Fabian Fröhlich
Buch/Verlagsdaten: Bastei (1995); 64 Seiten; 2,50 DM

 

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