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Horror Buch

Die Pest in Sydney (Vampira, Heft 16)

vampira na16

Reihe: Vampira Neuauflage, Heft 16
Titel: Die Pest in Sydney
Autor:  Adrian Doyle (Manfred Weinland)
Titelbild: Faba
Buch/Verlagsdaten: Bastei (2011); 64 Seiten; 1,60 €

Eine Besprechung / Rezension von Thomas Backus
( weitere Rezensionen von Thomas Backus auf fictionfantasy findet man hier – besucht auch seinen Blog: Absurdes & Phantastisches )

 

 

In den Heften 13 und 14 ging es ja mächtig ab, was entartete Schöpferwesen anging. Und letztlich knabberte ein Tasmanischer Teufel an den Wurzeln des sterbenden Dämonenbaumes. Das hat schlimme Konsequenzen, die in dem aktuellen Heft beschrieben werden...

Die aktuelle Geschichte beginnt mit Ronnie Fowler, der in dem Marillion-Tower Schädlinge bekämpfen soll. Das was nicht stimmt, ist ihm sofort klar. Ronnie ist nämlich nicht nur cool, sondern auch verdammt helle. Das bescheinigen ihm alle seine Kumpels. (Ich liebe diese ironischen Bemerkungen!). Aber Ratten, die bei einem Tasmanischen Teufel an den Pestbeulen nuckeln hätte selbst ein Nicht-Experte als seltsam eingestuft.

Kurz darauf liegt der helle Ronnie auf dem Schneidebrett des Pathologen Dr. Clarence Hotstepper. Als der den Brustkorb öffnet, schießt eine Ratte daraus hervor und beißt den Mediziner in die Hand. Das Skalpell erledigt den Nager im Handumdrehen, und der Rattenfraß in der Leiche lässt als Todesursache Tod durch Ratten glaubhaft erscheinen.

Die Spuren, die Hotstepper in der Leiche fand, bestätigten, dass das Tier, das vermutlich zu Fowlers Mördern gehörte, sich einen Weg durch den Rachenraum ins Innere gefressen hatte. Statt der Speiseröhre führte ein regelrechter Schacht ind en Rumpf bis hinab in den Bauchraum, wo das wenig possierliche Tierchen ind en Eingeweiden gewühlt hatte.

Die Ratten breiten sich in der Stadt aus, und so gelangen sie auch in das Wing Wah Chang Theater, wo Benny Ong eine innige Freundschaft mit den Ratten eingeht. Das wird erst dem Wächter Sam Hoskins (Seine Hände ballten sich um den Knüppel, der so alt war, wie sein Job hier) zum Verhängnis, spielt später aber noch eine wichtigere Rolle!

Hotstepper hat eine Einladung ausgeschlagen, weil ihn Cindy besuchen kommt. Die ist Stewardess, und der Pathologe nippt genüsslich an einem Wein, während Cindy Walker ganz nette Sachen mit ihm anstellt. Wobei sie den Mund recht voll nimmt ... klar, da hätte ich auch jede andere Einladung ausgeschlagen.
Trotzdem kann der Herr Doktor die oralen Zärtlichkeiten so gar nicht genießen. Ihm wird derart übel, dass ihn seine Bekannte ind ie nächste Klinik bringt – wo sie gleich von Dr. Hemsfield mit unter Quarantäne gesetzt wird. Denn der Pathologe hat sich mit der Pest infiziert! Okay, eine wirkliche Überraschung war das nicht, schließlich heißt das Heft: Die Pest in Sydney.
Glücklicherweise ist der finnische Seuchenexperte Dr. Frans Stålberg als Gastdozent ind er Stadt, aber ob der sich mit magischen Seuchen auskennt, darf bezweifelt werden...

Moe Marxx schickt seine in Ungnade gefallene Reporterin Beth MacKinsey zur Junior High School in Darling Harbour. Dort gibt es ein Rattenproblem.
Inoffiziell, wie Beth betont. Offiziell war kein Statement zu erhalten.
Marxx erklärt Beth nun zur Rattenexpertin. Sie darf auch wieder mit Moskowitz zusammen arbeiten. Der ist frisch von der Grippe genesen und darf wieder seine stinkenden Zigarren paffen.

Dass die Viecher mehr sind, als nur normale Ratte ist klar. Sie stürmen die Wasseraufbereitungsanlage von Sydney und infizieren das War gezielt mit...
... und dann ist da noch dieser seltsame Flötenspieler in seinem seltsamen Kostüm (mit echter, toter Ratte am Hutband).

Muss die Biester führen. Sind echt zu blöd ohne mich. Fänden nie den Weg.

Er weiß aber nicht, wohin er sie führt, oder wozu das gut sein soll.

Es muss sehr wichtig sein. Ich darf nicht aufhören. Sie sind so dumm – ohne mich. Sie fänden nie den Weg.

Doch dann taucht plötzlich Virgil Codd auf und erledigt den Teufel, den Tasmanischen. Die Pest verschwindet – aber sie hinterlässt Spuren. Menschen, die sich vorher sehr zugetan waren, können sich nun gar nicht mehr leiden.
Im Prinzip könnte Lilith das ja egal sein, aber das betrifft auch ihre geliebte Beth...


Sein sehr schöner Roman, mit einigen überraschenden Splattereffekten (ziemlich heftig – für einen Heftroman) und einer großen Priese Humor.

 

vampira16

Nachdruck von:

Reihe: Vampira, Heft 16
Titel: Die Pest in Sydney
Autor: Adrian Doyle (Manfred Weinland)
Titelbild: Faba
Buch/Verlagsdaten: Bastei (1995); 64 Seiten; 2,50 DM

 

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