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Startseite - Film - Horror & Mystery - Armee des Jenseits
Armee des Jenseits
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Armee des Jenseits
Originaltitel: Maelstrom - Il figlio dell'altrove
Alternativtitel: Unknown Beyond, Necronomicon
Regie: Ivan Zuccon
Drehbuch: Enrico Saletti nach einer Geschichte von H.P. Lovecraft
Produktion: Valerio Zuccon
Darsteller: Emanuele Cerman, Giorgia Bassano, Michael Segal
FSK 16
Laufzeit: 85 Min.
Italien 2002

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Ivan Zuccon ist zur Zeit der heimliche Star unter Italiens Horrorregisseuren. Doch trotz seines Talents blieben ihm bisher größere Produktionen verwehrt. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als weiterhin im Low-Low-Budget-Bereich seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Sein bis dato bester Film dürfte mit Sicherheit "The Shunned House" sein. Aber auch mit einer seiner früheren Produktionen bewies Zuccon, dass er durchaus in die Schuhstapfen von Großmeister Mario Bava treten könnte (wie gesagt, wenn man ihn nur ließe). Bei "Unknown Beyond" handelt es sich um eine freie Lovecraft-Verfilmung, was soviel heißt, wie dass zwar Motive aus Lovecrafts Geschichten auftauchen, der Film selbst aber nichts mit Lovecraft zutun hat.

Der Film spielt in einer Art Parallelwelt, in der die Großen Alten die Menschen versklavt haben. Diese versuchen nun, gegen die uralten Wesen zu revoltieren, um wieder ihre Freiheit zu erlangen. Darunter befindet sich auch eine kleine Armee, die im Besitz des Necronomicon ist. Durch das Buch erhoffen sich die Revolutionäre eine Waffe zu erschaffen, die im Kampf gegen die Großen Alten von beträchtlicher Wirksamkeit ist. Doch dies ist einfacher gesagt als getan. Denn ständig wird die Armee von heimtückischen Zombies sowie einer bösen Hexe verfolgt...

Was sich zunächst so anhört, als habe Ivan Zuccon nicht mehr alle Tassen im Schrank, entpuppt sich aufgrund seiner ästhetischen Umsetzung als ein surrealer Trip in eine bizarre Alptraumwelt. Trotz des kaum vorhandenen Budgets versuchte Zuccon das Beste daraus zu machen. Zwar fehlt es an Monstern wie wir sie aus Brian Yuznas Filmen kennen, doch bietet "Unknown Beyond" dafür eine stark beklemmende und düstere Atmosphäre mit vielen Zombies, die als Handlanger der Großen Alten agieren. Aufgrund einer fehlenden Finanzierung, drehte Zuccon den Film in natürlichen Kulissen, wobei er diese so einzusetzen weiß, dass dadurch eine stark surreale Welt geschaffen wird, was zusätzlich durch eine sehr einfallsreiche Beleuchtung verstärkt wird. Zuschauer, die gängige B-Pictures vorziehen, werden sicherlich enttäuscht sein. Wer sich jedoch gerne auf eine gut in Szene gesetzte Independend-Produktion einlassen möchte, wird einen interessanten Film vorfinden.

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