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Startseite - Film - Horror & Mystery - Armee der Finsternis (Tanz der Teufel 3)
Armee der Finsternis (Tanz der Teufel 3)
Film - Horror & Mystery (F)

Reihe: Tanz der Teufel, Teil 3
Titel: Armee der Finsternis
Originaltitel: Army of Darkness
Regie: Sam Raimi
Drehbuch: Sam Raimi, Ivan Raimi
Darsteller: Bruce Campbell, Embeth Davidtz, Marcus Gilbert, Ian Abercrombie, Richard Grove u. a.
Musik: Danny Elfman, Joseph LoDuca
FSK: 16 Jahre (Deutsche Kinofassung) / 18 Jahre (ungeprüfte Red Edition von Laser Paradise)
Laufzeit: deutsche Kinofassung: ca. 85 min, Red Edition ca, 92 min
USA, 1992

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Der Film beginnt mit einem Prolog, der die Ereignisse des Vorgängerfilmes zusammenfasst: Ash, ein kleiner Mitarbeiter in einem Shop für Haushaltswaren, entdeckt bei einer Tour mit seiner Freundin Linda das Buch Necronomicon. Als durch dieses Buch finstere Mächte beschworen werden, verliert er im Laufe der Handlung des zweiten Teiles der "Tanz der Teufel"-Trilogie ("Tanz der Teufel II - Jetzt wird noch mehr getanzt") sowohl seine Freundin als auch seine rechte Hand, der Stumpf wird jedoch flugs mit einer Kettensäge wieder aufgewertet. Am Ende fliegt er durch ein Dimensionstor durch die Zeit und landet im Mittelalter.
Dort recht verwirrt angekommen, gerät er unversehens in die blutigen Streitigkeiten zwischen Henry dem Roten und Lord Arthur. Von einem Druiden wird er sofort als angekündigte Prophezeihung erkannt, gerät jedoch unter die Gefangenen von Lord Arthur und muss neben Henry dem Roten seiner Hinrichtung entgegensehen. Dank des Druiden kann er sich jedoch befreien und seine Unschuld beweisen. Von dem Weisen erfährt er, dass im Buch Necronomicon ein Trank beschrieben wird, mit dem er wieder in seine Zeit zurückkehren kann. Jedoch wird das Buch von der Armee der Finsternis bewacht. Allein drei heilige Worte können die Armee vor dem Erwachen hindern - und natürlich fallen sie Ash zum richtigen Zeitpunkt nicht ein. Das Ergebnis: eine riesige Horde wütender und mordender Untoter und Skelette.
Nach einigem Hin und Her kann er Lord Arthur dazu bewegen, das Buch zu bewahren und sich gegen die Armee der Finsternis zu verteidigen, eine dämonische und schwere Schlacht steht bevor ...

"Armee der Finsternis" habe ich vor vielen, vielen Jahren gesehen, allein eine Szene war mir jedoch immer im Gedächtnis - als Ash auf dem Friedhof nach dem Diebstahl des Necronomicons auf dem Boden liegt und von wilden Skelettarmen und -händen bedrängt wird. Diese dicht gepackte Splapstick-Szene drückt eigentlich das Thema des ganzen Filmes aus: Es wird zwar eine düstere Geschichte gezeigt, die zwischen H. P. Lovecraft und Indiana Jones schwankt, jedoch liegt die Betonung der Darstellung ganz eindeutig auf der Tatsache, dass weder Schauspieler noch Regisseur den Film ernst nehmen. Und so spielt man sich frohen Mutes und mit viel Spaß durch das Drehbuch, packt eine humoristische Szene nach der anderen mit hinein und erstaunt den Zuschauer mit derart passenden und unpassenden Dialogen, dass diesem fast die Ohren abfallen.
Nach dem berüchtigten ersten Teil der Trilogie, der trotz allerlei Schnittvarianten in Deutschland beschlagnahmt und indiziert ist, hat man sich in Teil zwei weniger der Gewalt hingegeben und mehr den Humor spielen lassen. Dass diese Richtung stimmt, bewies der Erfolg, und so trieb man es im dritten Teil vollends auf die Spitze.
Der eigentliche Loser Ash mutiert hier zu einem rambohaften und höchst komödiantischen Charakter, dessen Erlebnisse man nur zu gern verfolgt, ist man doch jede Minute gespannt, wie er aus seinen oft selbst verursachten Hindernissen wieder herauskommt. Mit dieser Betonung auf den Charakter des eigentlichen Haushaltswarenverkäufers drängt er sämtliche anderen Personen im Film an die Seite, weswegen er in einer Szene gegen eine Vielzahl von verkleinerten Versionen seiner selbst kämpfen muss.
Die Masken und Special Effects sind des Jahres 92 nicht sonderlich würdig - die Skelette werden in reinster B-Movie-Stop-Motion der 60er Jahre dargestellt oder bestehen nur aus herumgetragenen Gummipuppen. Das tut dem Spaß jedoch keinerlei Abbruch - der Film gefällt, man wird unterhalten, Lachen ist garantiert - was will man denn mehr? Kult!

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