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Startseite - Film - Science-Fiction - Armageddon - Das jüngste Gericht
Armageddon - Das jüngste Gericht
Film - Science Fiction (F)

Titel: Armageddon - Das jüngste Gericht
Originaltitel: Armageddon
Regie: Michael Bay
Drehbuch: Robert Roy Pool, Jonathan Hensleigh, Tony Gilroy, Shane Salerno, J. J. Abrams
Darsteller: Bruce Willis, Billy Bob Thornton, Liv Tyler, Ben Affleck, Steve Buscemi, Peter Stormare
Musik: Trevor Rabin, Steven Tyler, Harry Gregson-Williams
Laufzeit: 150 min
FSK 12
USA, 1998

Eine Besprechung / Rezension von Andreas C. Lazar
( weitere Rezensionen von Andreas C. Lazar auf fictionfantasy findet man hier oder auf seiner Webseite moviebazzar.de )

Bruce Willis macht einen Actionfilm. Das ist sehr originell.

 

 

In diesem Machwerk (das man kaum Film nennen kann, ohne dabei gleichsam das Andenken der Brüder Lumière zu entehren und auf ihr Grab zu spucken) wimmelt es nur so von harten, männlichen Helden (toughe Ölbohrleute! Hart! Härter! Ölbohrer!) mit coolen Namen wie "Harry S. Stamper" (zu deutsch: Heinrich Stempler), die natürlich die einzigen sind, die unsere Mutter Erde retten können. Also werden sie im Schnelldurchgang zu Super-Astronauten ausgebildet (zwischendurch haben diese Genies sogar noch Zeit, sich in einer Bar einen hinter die Binde zu kippen), wobei es nicht an 'coolen' Sprüchen mangelt. Munter wird auf solch triviale Dinge wie gute Schauspieler (es ist nicht zu begreifen, dass Bruce Willis sich selbst sogar noch untertreffen kann! Ben Affleck ist ein noch größerer Witz als sonst! Selbst Liv Tyler spielt schrecklich! Aber wahrscheinlich konnte sie aus der Rolle nicht allzu viel machen... hoffentlich), ein Drehbuch (das soll eine Story sein?), Charaktere (Abziehbilder!), Logik und Naturgesetze (wollte ich hier Beispiele anführen, wäre die Seite jetzt noch nicht fertig geladen) verzichtet. Einfallslose Explosionen, patriotische Heldenmucke und lahme Special Effects wechseln mit seltsamen "Mein Bohrer ist der größte"-Aufnahmen und 'lässigen' One-Linern.

Flankiert wird das Ganze von längst überholt geglaubten Klischees ("Ich Rrrusse! Rraumstation viel kapuut!") und aufgesetztem Patriotismus ("Für Amerika!"), der in faschistischen Bildern zelebriert wird - Leni Riefenstahl lässt grüßen. Auch läßt Michael Bays dahingerotztes 'Werk' jede Spur von Humor oder Ironie vermissen, und es fragt sich, ob das Geld für den Film nicht besser in eine tüchtige Magenspiegelung investiert worden wäre.

0 von 5 Sternen

Kommentare (1)Add Comment
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geschrieben von RoM, Januar 22, 2012
Bay ist und bleibt die Mac-Version der Branche. Mit ranzig, fettiger Ware werden die Säle Amerikas gefüllt. Mehr will Bay auch nicht damit erzielen. Manche Bilder sind zwar gräuslich parhetisch geraten - aber "faschistisch" ist zu grober Schrot für das winzige Vögelein

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