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Die Welt in den Wolken / Piraten der Lüfte (Clouded World 1 + 2)

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Reihe: The Clouded World, Bände 1 + 2
Titel: Die Welt in den Wolken / Piraten der Lüfte
Originaltitel: The Fledging Of Az Gabrielson (2006) / Pirates of the Relentless Desert (2007)
Autor: Jay Amory
Übersetzerin: Susanne Gerold
Titelbild: Christopher Gibbs
Buch/Verlagsdaten: btv (2009); 448 Seiten; 8,95 €; ISBN: 3442244730 & btv 24474 (04/2010); 510 Seiten; 8,95 €; ISBN: 978-3-442-24474-4 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Nach einer weltumspannenden Katastrophe bildete sich eine dichte Wolkendecke, die von keinem Sonnenstrahl mehr durchdrungen wird. Daher ist es auf der Erde immer düster, ein unangenehmes Zwielicht herrscht. Doch nach Generationen haben sich die Menschen daran gewöhnt. Auf der anderen Seite gibt es die Luftlinge, die fortan über den dunklen Wolken in fliegenden Städten leben.
Az Gabrielson, der Außenseiter, ist nicht überall beliebt. Es geht sogar so weit, dass ihn die eigenen Leute hassen, nur weil er keine Flügel sein Eigen nennt. Eines Tages kommt der geheimnisvolle Mr. Mordadson zu ihm nach Hause und fordert ihn auf, ihn zu ihrer Regentin Lady Aanfielsdotter zu begleiten. Ungläubig folgt Az der Aufforderung, die als Befehl zu verstehen ist, denn dieser Art von Aufforderung muss jeder Folge leisten. Die Regentin erklärt ihm, dass das Leben in den Himmelsstädten durch ausbleibende Lieferungen bedroht sei. Weil er ein Flügelloser ist, wird er auf den Boden zurückgeschickt, um sich dort umzusehen, warum das der Fall ist. Unten angekommen trifft er auf Priester, die den Menschen versprechen - gegen hohe Abgaben, versteht sich -, nach ihrem Tod in den Himmel zu kommen. Die Menschen haben aber kaum etwas für sich selbst und verweigern die Abgaben. Vor allem auch deshalb, weil keiner mehr an die Geflügelten glaubt, die sich auf der Erde nicht mehr sehen lassen. Az selbst wird von den Priestern, Vikare genannt, gefangen genommen, kann fliehen und muss auf der Flucht vor Schaufelwölfen feststellen, dass er wieder bei den Vikaren landet. Die Flucht vor den Wölfen endet mit einer Rettung durch die Familie Greifthaler. Sie entdecken ihn im letzten Moment und retten ihn mit ihrem Düsterspäher. Mit dem Fahrzeug sind sie unterwegs, um vom Himmel gefallene Dinge zu finden und den Vikaren auszuliefern. Und Az gehört dazu. Trotzdem kann ihn Cassie Greifthaler retten und ihn zu einem der Fahrstühle bringen, mit denen Az auf die Welt herunterkam. Gleichzeitig erkennt er in Alan Dampfsager und seinen Humanisten, zu denen sich auch Cassies Brüder bekennen, einen Feind der Himmlischen.
Das war die Geschichte des Auftaktbandes. Im zweiten Band geht es weiter, nicht weniger spannend als im ersten, der mit einem Krieg endet.
Die Erdlinge sehen sich unablässig Angriffen durch geflügelte Piraten ausgesetzt. Diese überfallen ihre Eisenhütten und plündern ihre Fabriken. Die Erdlinge machen dafür das gesamte Volk der Luftlinge - die geflügelten Menschen - verantwortlich und rüsten sich zum Vergeltungsschlag. Doch die Geflügelten sind sich dieser Bedrohung für den Frieden zwischen Erd- und Luftlingen absolut bewusst und entsenden einen Botschafter zu den Piraten in der Hoffnung, die Angelegenheit friedlich beilegen zu können. Als Eskorte begleitet den Gesandten das bewaffnete Luftschiff Cerulean unter dem Kommando von Azrael Gabrielson, dem einzigen Luftling, der ohne Flügel geboren wurde und der auch bereits Kontakt zu den Erdlingen gehabt hat. Doch an Bord herrscht keine Einigkeit. Az’ Autorität - als Flügelloser gilt er manchen Luftlingen als ‚Krüppel’ - wird ständig untergraben. Und wie sollen die Piraten der Lüfte davon überzeugt werden, dass sie mit ihrem kriegstreiberischen Tun aufhören, wenn nicht einmal die Gesandten der Luftlinge untereinander Frieden halten können ?
Azrael Gabrielson ist inzwischen der stolze Kapitän eines Luftschiffes und damit beauftragt, Jagd auf Luftpiraten zu machen. Die Piraten überfallen Lager und Fabriken, um sich auszurüsten. Gleichzeitig sind sie es aber, die den frisch geschlossenen Frieden stören und den Erfolg zunichte machen können.
Mit von der Partie sind Az' Bruder Michael und dessen Braut Aurora, die auf Hochzeitsreise sind. Az selbst, der seine Freundin Cassie die letzten sechs Wochen nicht zu sehen bekam, ist reichlich genervt von der Reise, den Piratenüberfällen und den eigenen Leuten, die ständig seine Autorität als Kapitän eines Luftschiffes untergraben. Dennoch versucht er seinen Auftrag durchzuführen, allen Fährnissen zum Trotz.
Jay Amory schuf mit seiner Welt um Luftlinge und Erdlinge etwas Neues, Interessantes und Lesenswertes. Eine neue Welt wird dem reichlich genervten Publikum vorgestellt, das in Deutschland ständig mit ‚tolkienschen Völkern’ (den Begriff kann ich auch schon nicht mehr hören, er trifft aber zu) in Büchern bombardiert wird. Die Welt lebt von neuen Ideen, da ist der britische Autor gut bei der Sache. Mal sehen, wie sich die Welt weiter entwickelt. Gute Ansätze sind vorhanden.

 

 

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