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Amandus Greif und die Spur der Prinzen

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Titel: Amandus Greif und die Spur der Prinzen
Autor: Frank Bardelle
Titelbild: Folko Streese
Buch/Verlagsdaten: Otherworld Verlag (10/2008); 245 Seiten; 9,95 €; ISBN: 978-3-902607-13-3 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Der Name Frank Bardelle kam mir gleich bekannt vor, als ich das Päckchen vom Otherworld Verlag öffnete und mir drei Bücher entgegenkamen. Und dann fiel mir ein, dass er der Herausgeber der Sammlung "Weltenweber" ist. Doch bleiben wir bei Frank Bardelle und seinem Roman. Nach dem Roman von Frank Schweizer und seinem "Grendl" kommt ein weiterer humoristischer Fantasyroman in die Regale Ihres freundlichen Buchhändlers von nebenan.
Bei Frank Bardelles Roman geht es um den im Titel genannten Amandus Greif, seines Zeichens drittklassischer Magier - Entschuldigung: Magier dritter Klasse. Von seinem Erzmagier Borengar gelinkt und in einer Simulation der Wirklichkeit gefangen gesetzt, sollte er aus dem Verkehr gezogen werden. Schnell wird klar, Borengar will nichts weniger als die Weltherrschaft, beginnt aber freundlicherweise mit dem kleinen Reich des Fürsten Vito. Er entführt die beiden Prinzen Jachin und Boaz, schiebt Amandus die Tat in die Schuhe. In der Folge ist Vito etwas sauer und übergibt die Macht praktisch dem Erzmagier siebten Grades. Der wiederum ist sehr erstaunt, als Amandus Greif plötzlich wieder auftaucht und sich daran macht, das Komplott gegen sich aufzudecken und vor allem die Zwillingsprinzen zu finden. In Amandus’ Begleitung finden sich Grauling und Rava. Es beginnt eine wilde Jagd quer durch die Welt. Man trifft die Waldwesen, zu denen Rava gehört, die Nomaden der großen Steppe, reist mit einem Ballon bis zu den Piratenstädten, um auf einer treibenden Ansammlung von Wracks und Treibgut die beiden Prinzen zu finden.

Frank Bardelle hat in seinem Roman ein paar Fehler, die mir sofort auffielen. Als Erzmagier bringe ich meine Gegner gleich um, weil sie mir dann nicht mehr in die Quere kommen können - Amandus also entweder in der anderen Wirklichkeit oder spätestens, als er im Kerker saß. Die beiden Prinzen hätte ich nicht irgendwohin geschickt (zudem völlig ohne Sinn), oder an der Stelle, als der Magier in den Gedanken eines Mannes las, hätte er gewusst, wohin seine Gegner geflohen sind ... Und einiges mehr. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Die Reise von Amandus und seinen Begleitern ist dafür sehr humorvoll und mit vielen Anspielungen versehen, etwa einer Eibenkiste, die ständig zu ihrem Besitzer zurückkommt, wenn sie mal wieder gestohlen wurde (siehe die berühmten Scheibenwelt-Romane) oder einer Kneipe mit dem Namen "Der goldene Kompass" und anderes mehr. Dies aufzuzählen würde den Spaß am Lesen verderben. Aus diesem Grund verzichte ich darauf. Der Roman ist ein wunderbares Beispiel deutscher Fantasy.

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