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Am Rande des Universums

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Titel: Am Rande des Universums
Herausgeber: Hans-Stephan Link
Titelbild: Mark Freier
Buch/Verlagsdaten: Noel Verlag (2008); 408 Seiten; 16,90 €; ISBN: 978-3-940209-17-7 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Wer mich kennt und den phantastischen Bücherbrief verfolgt wird meine Vorliebe für Kurzgeschichtensammlungen kennen. So habe ich natürlich auch gern dieses Buch gelesen. Der Noel Verlag veranstaltete wieder eine Ausschreibung und veröffentlichte unter dem Titel „Am Rande des Horizonts“ die dreißig besten Erzählungen dieser Ausschreibung. Genannt werden als 1. Sieger Nicolas Gorny, 2. Sieger Tim Marcus Dethlefsen und 3. Sieger Carola Kickers.
Über die Kurzgeschichten lässt sich geteilter Meinung sein. So würde ich den dritten Sieger mit einer anderen Geschichte, einem anderen Autor besetzen. Doch hier entscheidet nicht der Rezensent, sondern der Herausgeber.

Nicolas Gorny - „Das Schattenbuch“
Jacobo steht im Dienst eines Mannes, der die Unsterblichkeit sucht. Dafür muss auf dem Friedhof jedoch erst einmal nach einem Buch gesucht werden. Dies scheint nicht das Problem zu sein, denn es wird schnell gefunden. Nur der dämonische Preis, den der Meister zahlen soll, betrifft Jacobo.

Tim Marcus Dethlefsen - „Dai“
Von Tim Marcus Dethlefsen stellte ich bereits im vorhergehenden Bücherbrief einen Roman vor. Die Erzählung gefiel mir sehr gut. Und mit der Kurzgeschichte zeigt er, dass er auch in der Lage ist, kürzere Texte spannend vorzustellen. Die Erzählung ist nicht nur überraschend, sondern auch phantasievoll geschrieben.

Carola Kickers - „Zeichen der Unsterblichkeit“
Carola Kickers brachte bereits im Eigenverlag Texte heraus und erste Hörbücher von ihr gibt es auch. Die Vampirgeschichte ist leider nichts Besonderes und konnte mich nicht überzeugen. Die Erzählung war vorhersehbar und mir leider bekannt. Die Abwandlungen des Themas sind nicht neu.

Joana Angelides - „Brücke über den Schwarzen Fluss“
Im Mittelpunkt der Geschichte steht weniger die Brücke als das alte Fachwerkhaus, das plötzlich bewohnt ist und dessen Bewohner sich schlecht auf die Dörfler auf der anderen Seite des Flusses auswirken.

Wolf Awert - „Die erste Rune“
Dies ist die Geschichte, wie die Magie aus dem Leben verschwand. Mal ein neuer Ansatz einer magischen Erzählung. Ich persönlich hätte diese Geschichte auf den dritten Platz gesetzt.

Roland Bathon - „Die Drachenkralle“
Die Geschichte beginnt mit Krieg und endet mit Krieg. Eine Erzählung, die trotz der zu erwartenden blutigen Handlung ein wenig nachdenklich stimmt. Die Geschichte hätte durchaus die Möglichkeit, ein Roman zu werden.

Blanka und David Bednorz - „Das Gift der Liebe“
Maya ist eine Dunkelelfe, die bei einer Seherin nach ihrem Vater fragt. Auf der Suche nach ihm bekommt sie einen Rat mit, der eher einem Fluch ähnelt.

Martina Bethe-Hartwig - „Tondra, der Bergkrieger“
Es herrscht Krieg, weil die Ureta mit schwarzen Drachen die einfachen Menschen in ihren Dörfern angreifen. Tondra entschließt sich kurzerhand, die Bewohner des eigenen Dorfes in Sicherheit zu bringen. Niemand widerspricht und alle folgen ihm.

Marcus Coesfeld - „Dämon und Bestie“
Sobojo kommt über das Meer in eine Hafenstadt und erkundigt sich nach der Hauptstadt. Diese wurde vernichtet und nun haust dort eine Bestie. Die Bewohner werden durch Sobojo von der Bestie befreit. Aber wer treibt schon gern den Teufel mit dem Beelzebub aus?

Martin Dörwald - „Das Frühlingsmondfest von Vall Nur“
Oderan will zum ersten Mal am Frühlingsmondfest teilnehmen und soll ein wenig Wein schmuggeln. Der Wein ist für die jüngeren Teilnehmer verboten. Aber man versucht es Jahr für Jahr. Langsam wird die Geschichte jedoch zu einer Liebesgeschichte. Unerfüllt und tragisch.

Gwendolyn Dünner - „Das Portrait“
Yuma ist ein Jäger und Fala eine Priesterin. Die Erzählung und die Begründung, ihr sei die Seele geraubt worden, wären der beste Ansatz zu einem spannenden Roman.

Petra Gürtler - „E-mail an Edward“
Hexer1509 ist auf der Suche nach dem Stein der Weisen. Im Internet.

Nadine Hamers - „Der Ruf des Meeres“
Oona muss immer heimlich im Meer schwimmen. Seit dem Tod ihrer Mutter im nassen Element hasst ihr Vater das Meer. Sie findet in den Delphinen schnell Freunde. Und später ihre Erfüllung im Meer.

Dr. Erika Hemmersbach - „Der Weltentunnel“
Indra und Dagodahl befinden sich auf der Flucht. Sie können ihren Häschern entkommen, Indra aber nicht dem Herzschmerz am Ende. (Seufz)

Bernd Illichmann - „Die Zwerge der anderen Welt“
Dain ist in den Besitz eines Buches gekommen, das mit Zwergenrunen geschrieben wurde, und nun versucht er, hinter das Geheimnis zu kommen.

Petra Klostermeier - „Prinzessin Feuersturm“
Ein Märchen, so typisch wie alle Märchen. All das, was man als Kind so liebte.

Felizitas Kürschner - „Die Nacht des Dullahan“
Im Mittelpunkt stehen die beiden Elfen Eriol und Feliala, die gerade das Fest Beltane beginnen. Das Fest, das den Sommer begrüßt. Am Ende stellt sich eine wichtige Frage: Wer hat was geträumt?

Manfred Lafrentz - „Im Tal des Hexenmeisters“
Die Diebin Finlan wird verfolgt; sie hätte sich nicht erwischen lassen sollen. Doch ist die anstrengende Flucht angenehmer als das, was sie noch erwartet.

Martin Lindner - „Im Auge des Drachen“
Rebus hat Angst, denn ganz nah an ihm vorbei schiebt sich der schwere Körper eines Drachen durch den Wald. Rebus kann zwar seine Freundin Myriam retten, doch mehr nicht.

Michael Meinschad und Frederic Wenzel - „Feentraum“
Alexandra meint zu träumen, als sie auf Gwendaron trifft. Und so scheint es auch zu enden.

Astrid Pfister - „Die zwei Gesichter eines Kriegers“
Wieder beginnt eine Geschichte mit einem Kampf und wieder endet eine Geschichte im Kampf zwischen Gut und Böse und einem Zauberer, der alles rückgängig machen möchte.

Thomas Pielke - „Mörk Skogan“
Ruric liegt im nahen Wald auf der Lauer, um in die Stadt zu kommen und seiner Leidenschaft nachgehen zu können. Stattdessen lernt er einen Walddrachen kennen, den es nur in Sagen geben soll.

Mark Reisig - „Musevi und Sodalis“
Die Geschichte handelt von zwei Elfen, einer Minderheit, die plötzlich von den Menschen bekämpft wird. Eine deutlich sozialkritische Erzählung.

Andrea Schäck - „Die Träne des Drachen“
Chaya will ihren Bruder retten und muss dafür in den Wald, den Drachen aufsuchen. Angesichts der vielen Leichenteile, Gerippe und Rüstungen ist die Begegnung wohl doch eher abzusagen.

Chris Schlicht - „Wahre Helden“
Und wieder Chaya als Hauptfigur. Wohl eher Duplizität der Ereignisse und nicht unbedingt gewollt. Der Angriff der Orks wohl eher.

Bettina C. Schmidt - „Drachenlords“
Ihinja und Tariek suchen Cerina. Eine langwierige Suche. Doch am Ende findet sich etwas anderes. Eine neue Zukunft.

Andé Skokow - „Ein Horn“
Hanosch und Gerrek befinden sich auf der Jagd nach dem legendären Einhorn.

Stefan Wernert - „Die Hexe von Fichtenwalde“
Lucianus ist ein Adept und damit beauftragt worden, eine Hexe, Anwenderin von wilder Magie, zu entlarven. Aber dann kommt die Liebe ins Spiel. Wer kann schon einer rothaarigen Frau widerstehen?

Paul Wimmer - „Der Weltenwächter“
Deogon ist ein freier und unabhängiger Magier - etwas, was es in dieser Welt nicht oft gibt.

Luana Ziegler - „Runenkind“
Götterbotin Reytoxia bringt den Menschen die Apokalypse. Die Sonne scheint nicht mehr und die Welt geht unter. Das waren dreißig Erzählungen, die in der Mehrheit Geschichten mit Drachen anboten.

Dreißig Erzählungen, von denen ich die Geschichten von Chris Schlicht und Luana Ziegler auf die Plätze vier und fünf gesetzt hätte, wenn diese Plätze vergeben worden wären. Alles in Allem haben mir die Geschichten gut gefallen und mich auf eigene Ideen gebracht, die es zu verfolgen gilt. Aber vielleicht verfolgen die Autoren meinen Hinweis und schreiben ihre Kurzgeschichten weiter und machen Romane daraus. Das Zeug dazu hätten sie.
Andererseits heißt die Kurzgeschichtensammlung „Am Ende des Horizonts“. Ich bin froh, dass dieser nicht gefunden wurde. Es warten neue Ausschreibungen und neue Geschichten.

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