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SF Film Blog

Alarm im Weltall

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Originaltitel: Forbidden Planet
Regie: Fred McLeod Wilcox
Darsteller: Walter Pidgeon, Anne Francis, Leslie Nielsen, Warren Stevens, Richard Anderson u. a.
USA, 1956
98 Minuten

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Über zwanzig Jahre nach dem Absturz eines Raumkreuzers auf dem Planeten Altair nähert sich Captain Adams mit seiner Besatzung, um nach Überlebende der Katastrophe zu suchen. Der Wissenschaftler Morbius, Mitglied der verschollenen Besatzung, warnt Adams über Funk vor der Landung, jedoch hält sich dieser nicht daran und landet auf Altair. Widerstrebend lädt Morbius Adams und einige seiner Besatzungsmitglieder in sein Zuhause, dort lernt Adams die Tochter des Wissenschaftlers, Altaira kennen. Sie und ihr Vater sind die einzigen Menschen auf dieser Welt, unterstützt nur von einem von Morbius selbst gebauten Roboter.
Das Schiff Adams wird jedoch nach kurzer Zeit von einem grässlichen, nicht fassbaren Monster angegriffen, einige Mitglieder der Besatzung sterben. Wie Morbius dem Captain erklärt, existieren die unterirdischen Bauwerke der ehemaligen, mittlerweile ausgestorbenen, Bewohner des Planeten, den Krell, immer noch. Nach und nach stellt sich heraus, das diese riesigen Kraftwerke dazu dienen, Geist in Materie umzuwandeln - und Morbius einen unbändigen Hass gegen jeden entwickelt, der seiner Tochter zu Nahe kommt. Da Adams ein Auge auf Altaira geworfen hat, ist gerade er und seine Besatzung nun im Ziel der manifestierten Ungeheuer seines Geistes. Als Morbius sich dessen bewusst wird, stirbt er daran.

Forbidden Planet zeigt, das man es auch in den 50er Jahren anders kann. Neben beeindruckenden Bauten und fantasievollen Geschöpfen wie dem berühmten Roboter "Robbie", der, soweit mir bekannt ist, im Garten von Forrest Ackermann herumsteht, konnte der Film mit einer klugen und gelungenen Story aufwarten. Zwar spart man mit Special Effects, aber gerade die nie richtig sichtbare Form des Monsters erzeugt einen Grusel, der diesen Film über andere heraushebt (zuletzt wurde der Film für Disney doch noch wesentlich teurer als man den Produzenten angesichts "fehlender" Monster versprochen hatte).
Das die Liebe eines Mannes zu seiner Tochter zu seinem Verhängnis wird, ist ein recht irdischer Plot, jedoch in Verbindung mit der Geistes-Maschine der Krell, dem energetischen Monster und dem Beschützer der Tochter, Robbie, ergiebt sich ein spannender und gelungener Science Fiction Film, den man zu Recht "Klassiker" nennen kann.
Was noch nebenher erwäht werden sollte, ist die Tatsache, das die Szene, in der Morbius dem Captain Adams die Kraftwerke der Krell zeigt, fast identisch ist, mit der Szene auf Epsilon 3, als Captain Sinclair zum ersten Mal die Kraftwerke der Grossen Maschine sieht, die sich bislang verborgen unter Babylon 5 befindet. Hier hat JMS, geklaut, jedoch gut.

Bewertung: 9 von 10 Punkte

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