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Aeternum

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aeternum

Titel: Aeternum
Autor: Andrea Bottlinger
Buch-/Verlagsdaten: Knaur, 576 Seiten, Taschenbuch, ISBN-13: 978-3426511794

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
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Eines Tages geht Rumpeln und Rumoren durch Berlin und ein Beben sorgt dafür, dass der Platz, der einmal der Alexanderplatz war, nur noch als Krater besteht. Der riesige Krater reicht bis tief in den Untergrund der Hauptstadt. Niemand in der Großstadt kann sich erklären, wie er zustande kam oder abschätzen, wie tief er ist. Eines ist sicher natürlichen Ursprungs ist dieses Ereignis nicht. Die Politik reagiert fast panisch, weil niemand den Grund des Loches finden kann. Aber nicht nur die Menschen machen sich über das wundersame Loch Gedanken.

Auf der Erde sind nicht nur Menschen als Bewohner, sondern auch Dämonen und Engel bevölkern das Rund des Planeten. Obwohl miteinander verfeindet, müssen Dämonen und Engel zusammenarbeiten. Denn beide Seiten beteuern, damit nichts zu tun zu haben. Aber wer dann? Je ein Vertreter beider Seiten muss sein Möglichstes tun, um die Ursache des Loches herauszufinden. Zu diesem Zweck wählt jede Seite je einen Abgesandten, die als Agenten der Sache auf den sprichwörtlichen Grund gehen soll.

Die Vertreter der beiden Seiten sind der gefallene Engel Jul, den man die Flügel abgenommen, quasi amputiert hat und die junge Magierin Amanda, die in den Dienst des Dämonen Balthasar gepresst, auf Seiten der Dämonen ermitteln soll. Gemeinsam begeben sie sich auf den Weg und steigen in den Krater, wo sich die beiden ungleichen Wesen näher kommen. Sie entdecken ein Geheimnis, welches das Ende der Welt, noch vor dem Jüngsten Gericht, vernichten kann.

Amanda und Jul kommen sich bei ihrer Mission langsam aber sicher näher, obwohl sie sich anfangs gar nicht ausstehen können. Jede Figur hat ihren eigenen Auftrag, den es auszuführen gilt und nur zufällig für beide fast gleich ist. Amanda hat als Motivation die Rettung ihres Bruders, der sich immer noch in der Gewalt des Dämons befindet. Jul, der Engel, will seine Flügel zurück, die ihm vor langer Zeit genommen wurden und somit auch eine Art Selbstbewusstsein bilden. Tatsächlich aber geht es um eine Liebe, die zu sterben droht, bevor sie richtig geboren wurde. Und das alles nur deswegen, weil die Erde zwischen den Mächten des Himmels und der Hölle zerdrückt werden könnte.

Amanda ist eine sympathische Person, die sich tapfer durchs Leben und ihre Aufgabe schlägt. Sie ist eine junge Frau, die weiss, was sie will und es zu erreichen hofft. Allen Widrigkeiten zum Trotz. Selbst gegenüber dem Dämon Balthasar bleibt sie respektlos und lässt ihn spüren, dass sie nichts von ihm hält und nur die Sache durchsteht, weil sie ihren Bruder retten will.

Jul ist ein liebenswerter fast naiver Charakter, dem manchmal einiges zum Mannsein fehlt. Der Verlust seiner Flügel lastet schwer auf ihn, weil mit ihrem Verlust auch sein Selbstbewusstsein verloren ging. Seine Selbstzweifel gehen dem Leser dann doch auf die Nerven, vor allem weil sie in jedem Kapitel auftreten. Wie auch andere Punkte immer wieder durchgekaut werden.

Die Idee, das Abenteuer in Berlin spielen zu lassen ist ein grosser Pluspunkt, vor allem deshalb, weil ich gerade bei deutschen Autorinnen und Autoren ihre „anglistik-lastigkeit“ ankreide. Berlin, als multikulturelle Hauptstadt Deutschlands hat durchaus ein Flair wie Paris oder London.

Hinzu kommen die gut herausgearbeiteten Figuren mit allen ihren Stärken und Schwächen. Eine der Schwächen sind die gutaussehenden Engel und die hässlichen Dämonen, ein Klischee, dem sich wohl kein Autor verschliessen kann.

Der Schreibstil von Andrea Bottlinger gefällt durch seinen lockeren und leichten Stil. Das Buch ist dadurch schnell durchgelesen und man hatte zwei Stunden gute Unterhaltung. Ich gebe gern zu, dass ich die Punkte, die ich als allzu häufige Wiederholungen empfand überschlagen habe. Ein weiterer Pluspunkt ist die unterschiedliche Sichtweise von Jul und Amanda.

Fazit:
AETERNUM ist ein unterhaltsamer Roman, ein wenig zu sehr auf amerikanische Fernsehserien ausgerichtet, die ähnlich aufgebaut sind. Anfangs litt die meine Stimmung bei mir ein wenig, weil das Buch mich eben zu sehr an amerikanische Serien erinnerte.

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