Abgrund

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Abgrund
Originaltitel: Nightmares and Dreamscapes
Autor: Stephen King
Übersetzung: Joachim Körber
Titelbild: ~
Verlag/Buchdaten: Heyne TB 9572 446 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Dies ist der zweite Band einer Stephen King Collection. Der erste Teil erschien bereits mit dem Titel Alpträume als Taschenbuch Nr. 9369 im Wilhelm Heyne Verlag. Beide Bände liegen nun als Taschenbuchausgaben vor. Das heißte schwere Kost, leicht verpackt.

Das Buch bietet zwölf kurzweilige Kurzgeschichten mit einem Vorwort und Anmerkungen am Schluß des Buches. Für jemanden wie mich fällt es schwer, positiv über King zu schreiben. Sein, in meinen Augen bestes Werk war bislang Shining, daß damals mit Jack Nicholson verfilmt wurde. In meiner damaligen kombinierten Film- und Buchkritik war ich ein unumschränkter Fan und wollte sofort und gleich mehr von diesem Autor. Nach und nach wurde es mehr und ich wesentlich enttäuschter. Denn aus dem Phantasten wurde ein Vielschreiber von nur mäßiger Brillianz. Das zeigte sich auch, als er unter dem Pseudonym Richard Bachmann schrieb. Alle Bücher unter diesem Pseudonym waren Flops. Erst als sich der Verlag dazu entschloß, das Pseudonym zu lüften wurden sie erfolgreich. Und auch erst dann kamen Richard Bachmann Erzählungen als Übersetzungen in den deutschen Buchhandel.
Seine Kurzgeschichten sind nun um einiges besser als seine Romane. Denn hier muß er sich beschränken in der Wahl der Worte und vor allem in seinen, manchmal recht nutzlosen und überflüssigen Beschreibungen. Letztere dienen meist doch nur dazu, Zeilen zu schinden, denn der gute Mann arbeitet gegen Zeilenhonorar. Wenn er also einen Vorschuß auf ein neues Buch erhält, weiß man im vorraus bereits, wieviele Seiten es mindestenz haben muß. Klar, daß darunter die Qualität leidet, wenn die Quantität herhalten muß.
Trotz all meiner Unkerei ist diese Kurzgeschichtensammlung ein lesenswertes Objekt phantastischer Begierden. Die Kurzgeschichten sind im einzelnen von jedem Überflüssigem Beiwerk verschont. Sie sind makaber, aufregend und letztlich unterhaltsam. Was will Frau/Mann mehr?