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3001 - Die letzte Odyssee

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Serie/Zyklus: ~
Titel: 3001 - Die letzte Odyssee
Originaltitel: 3001 - The Final Odyssey (1997)
Autor: Arthur C. Clarke
Übersetzer: Irene Holicki
Verlag/Buchdaten: William Heyne Verlag (1999), ISBN: 3-453-13671-3

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Nach fast exakt 1000 Jahren wird der Astronaut Frank Poole in den äußeren Regionen des Sonnensystems aufgelesen. Dank der modernen Technik gelingt es, den Astronauten, der 2001 unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, wiederzubeleben, da er das Millennium tief gefroren überdauerte. Für Frank ist es zunächst sehr schwer, sich in der sehr veränderten Welt zurechtzufinden. Besonders der Umstand, dass er ein Zeitzeuge jener besonderen geschichtlichen Ereignisse war, führt dazu, dass er wie ein Denkmal der Erdgeschichte behandelt wird.
Doch Frank ist nicht bereit, seinen Lebensabend auf der Erde zu verbringen. Rastlos zieht es ihn zum Jupiter und der Welt Europa hin, denn er spürt, dass dort die letzten Rätsel auf die Menschheit warten.

3001 ist der dritte Fortsetzungsroman zu 2001. Sicherlich war dieser Roman ebenso unnötig wie 2063, doch Clarke hat ihn nun mal geschrieben. Tatsächlich ist der Roman recht gut lesbar. Besonders die erste Hälfte, die eine Art klassische Utopie darstellt, war recht unterhaltsam und gut geschrieben. Clarkes Vision des 31. Jahrhunderts ist - obwohl eigentlich altmodische SF - durchaus ansprechend und interessant. Einige Details sind sogar sehr gut gelungen.

Das Aufgreifen der Ereignisse um Jupiter, aus dem die neue Sonne Luzifer geworden ist, ist an sich auch nicht schlecht geschrieben. Allerdings macht Autor Arthur C. Clarke einen entscheidenden Fehler: Er versucht alle Rätsel, die er in den Romanen 2001 und 2010 aufgebaut hatte, zu lösen. Leider kommt das Entmystifizieren einem Totalschaden gleich, denn die Erklärungen des Autors wirken banal. Der Monolith soll nichts anderes als ein Supercomputer sein, der seine Instruktionen von einer Lichtjahre entfernten Station erhält? Nein, das ist zu billig, zu ideenlos. Es wäre besser gewesen, er hätte es vermieden, eine Antwort zu geben. Kein Leser hätte ihm das angekreidet, sondern hätte hier und da seine Gedanken zu diesem Thema wandern lassen und über den Ursprung des Monolithen und seine Gestalt gegrübelt.

Fazit: eine unnötige Fortsetzung, deren von der Geschichte unabhängige Elemente es durchaus verdient hätten, als eigenständiger Roman herausgebracht zu werden. So aber wurde eine halbgare und enttäuschende Fortsetzung daraus, die zwar gute Ansätze hatte, aber insgesamt wohl jeden Leser enttäuschen dürfte.
6 von 10 Punkten

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