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Startseite - Film - Science-Fiction - 2001: Odyssee im Weltraum (Film)
2001: Odyssee im Weltraum (Film)
Film - Science Fiction (F)

Titel: 2001: Odyssee im Weltraum
Originaltitel: 2001: A Space Odyssey
Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke
Musik: György Ligeti, Richard Strauss, Johann Strauß
Darsteller: Keir Dullea, Robert Beatty, William Sylvester, Gary Lockwood, Douglas Rain (Stimme von HAL), u.a.
Laufzeit: 143 min
FSK: 12
USA, 1968

Eine Besprechung / Rezension von Andreas C. Lazar
( weitere Rezensionen von Andreas C. Lazar auf fictionfantasy findet man hier oder auf seiner Webseite moviebazzar.de )

Das ist Kubrick at his best: Wo selbst seine schlechtesten Filme die meisten anderen Regisseure deklassieren, verblasst neben diesem fehlerlosen und grandiosen Meisterwerk (fast) ein jedes Werk eines jeden anderen Regisseurs, und jedes noch so große Wort des Lobes ist zu klein. Jeder Science-Fiction-Fan müsste dem seligen Stanley einen Altar dafür errichten, dass er das Genre erst erwachsen und kinoreif gemacht hat und es von Flash-Gordon-Eskapaden zu manchen Alien- und Star-Trek-Höhen geführt hat.

Durch herrliche, minutiös kalkulierte und komponierte Bilder und Einstellungen, von denen die Wandlung des Werkzeuges "Keule" zum Werkzeug "Raumstation" nur ein berühmtes Beispiel ist, und durch großartige und perfekt ausgewählte Kubrick-Musik vom Planetarium-"Also sprach Zarathustra"-Richard Strauss über den leicht angeschrägten György Ligeti und den wunderbaren Aram "Wie schreibt man das" Khatchaturian bis zu Johann Strauss' "An der schönen blauen Donau" wird 2001: A Space Odyssey von der ersten bis zur letzten Sekunde zu einem vollkommenen Genuss. Eine perfekte, dramaturgisch exzellent und aufreizend ruhig inszenierte Story spannt den Bogen über die ganze Geschichte der Menschheit, von den ersten äffisch brabbelnden Lauten der Primaten über die letzten, äffisch gurgelnden Laute des feinsinnigen Schachspielers und Lippenlesers HAL 9000 bis zu den ersten lallenden Lauten der nächsten menschlichen Evolutionsstufe. Eine philosophische, psychologische und psychedelische Reise ins Innerste der Seele und zugleich eine tricktechnisch erstaunlich gut, glaubwürdig (im Weltall hört Dich keiner schreien!) und liebevoll (der Detailreichtum der Modelle!) dargestellte Reise zur 'final frontier' des Kosmos, von den hervorragenden Darstellern eindrücklich nahegebracht.

So wird die doppelte Odyssee der Astronauten "Guten Abend, Dave" Bowman und "Schachmatt, Frank" Poole zu einem mahnenden Epos, zu einer Erleuchtung in der ewigen Schwärze des Weltalls und zu einem der ganz großen Filme aller Zeiten.

5 von 5 Sternen

2001: Odyssee im Weltraum - die Film-Rezension von Jürgen Eglseer

Kommentare (1)Add Comment
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geschrieben von RoM, Januar 22, 2012
Von Kubrick gibt es bedeutend grundsätzlichere Filme (FULL METAL JACKET). Die ins Sonnensystem verlegte Oper ist um gut eine Stunde zu lang geraten und somit auf Dauer langatmig. Der Nymbus ist mehr der Publicity geschuldet.

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