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Startseite - Film - Science-Fiction - 20 Years After
20 Years After
Film - Science Fiction (F)

Titel: 20 Years After
Originaltitel: 20 Years After
Regie: Jim Torres
Drehbuch: Jim Torres, Ron Harris
Darsteller: Reg. E. Cathey, Azura Skye, Joshua Leonard, Nathan Baesel, u.a.
Musik: John Heitzenrater, Chris Johnson
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 97 min
USA 2008

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Eine wahrhaft desolate und post-apokalyptische Welt, in der schon lange kein Kind mehr geboren werden konnte. Grund genug für Regisseur Jim Torres für ein Endzeit-Scifi-Drama mit Elementen aus Mad Max, Children of Men und Jericho. Der Anschlag: Während in der Vorlage des Theaterstücks „Like Moles, Like Rats“ von Ron Harris noch der Fokus auf dem Keller der Ranch lag, verlassen Mutter und Tochter im Film sehr schnell ihren Verschlag, um sich auf den gefahrvollen Weg zur Höhlengemeinschaft zu machen:

Zwei gute Jahrzehnte aus nuklearem Regen, Seuchen, Krieg und Terrorismus haben die schöne alte Erde ziemlich ramponiert, die Spezies Mensch ist vom Aussterben bedroht. Nach 15 Jahren ohne neue Geburten auf der Welt wird ein schwangeres Mädchen aufgefunden; Sarah ist die letzte Chance für die Menschheit, aber mörderische Warlords jagen sie, um das Baby zu stehlen. Sarah hechelt durch nukleare Wüsten und kontaminierte Städte. Nur ein einsames Radiosignal, das sie empfängt, gibt ihr ein wenig Hoffnung. Dann trifft sie tatsächlich auf Überlebende, die in einem unterirdischen Höhlensystem hausen. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen die Warlords auf, um fruchtbares Land zu finden und die Zukunft der Menschheit zu retten

Für SF-Fans eine wahre Augenweide, kommt diese Low-Budget-Produktion bisweilen dialoglastig daher, weil es sich eben um verfilmtes Theater handelt. Unter dem Strich eine solide Produktion, wie sie heuer aufgrund der Finanzkrise wie geschaffen scheint, um gleichsam zu dokumentieren, wohin wir letztlich steuern können: in die Apokalypse. Die wird bedingt durch Kriege, Klimawandel, Energiekrise, Bevölkerungsexplosion, Verarmung und Gewalt oder religiösen Fundamentalismus wie auch Sekten.

Die größte Bedrohung geht jedoch nach wie vor von den Waffen aus: Die haben heuer das Potential, die Menschheit gleich mehrfach auszurotten. Atombomben, Wasserstoffbomben, Chemiewaffen, "nicht-tödliche Waffen" wie Minen und anderes liegen in Lauerstellung. Die größte bisher zur Explosion gebrachte Wasserstoffbombe, die russische Zar-Bombe, hatte mit 60 Megatonnen TNT-Sprengkraft etwa das 4000-fache (!) Zerstörungspotential der Hiroshima-Bombe. Es gibt weltweit zig tausende an Sprengköpfen. Auch wenn es derzeit nicht nach Atomkrieg aussieht, irgendwann wird es wohl soweit sein, man denke nur an das jüngste Beispiel aus Nordkorea, an den provokanten „Test“ der A-Bombe. Übrigens: Im Vordergrund der Apokalyptik stehen zumeist Weltuntergangsvorstellungen. Eine eindeutige, in der Wissenschaft unumstrittene Definition von Apokalyptik gibt es nicht

Themenseite "3. Weltkrieg und Nukelare Katastrophen"

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